Langerwehe wartet weiter auf einen „wirklich schuldenfreien Haushalt“

Von: Sandra Kinkel
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Langerwehe. „Das Ziel, einen wirklich schuldenfreien Haushalt zu haben, ist für Langerwehe derzeit nicht realisierbar.“ Klare Worte von Dieter Reinartz, Fraktionsvorsitzender der CDU. In seiner jüngsten Sitzung hat der Haupt- und Finanzausschuss der Töpfergemeinde auch über den Doppelhaushalt für 2013 und 2014 gesprochen.

Die Zahlen sind alles andere als rosig: In 2013 liegen die Einnahmen der Gemeinde bei 22 704 000 Euro, die Ausgaben dagegen bei 26 291 770 Euro. Ergibt ein Defizit von rund dreieinhalb Millionen Euro.

Dank strenger Sparmaßnahmen kann das Defizit 2014 verringert werden. Die Einnahmen der Gemeinde liegen dann bei 23 228 000 Euro, die Ausgaben bei 25 780 270. Das Defizit liegt also bei „nur“ noch rund zweieinhalb Millionen Euro.

Auf lange Haushaltsreden haben die Kommunalpolitiker aller Parteien bei der Sitzung verzichtet. „Wir sind fremdgesteuert durch Bund und Verwaltung“, bilanzierte Dr. Manfred Breitenstein von der SPD. „Dieser Haushalt ist wieder einmal ein Dokument von Mangelverwaltung.“

Größte Probleme der Gemeinde sind das Sinken der Schlüsselzuweisen um etwa 1,4 Millionen Euro und die Zahlungen für Kreis- und Jugendamtsumlage in einer Gesamthöhe von 8,928 Millionen Euro. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Bürgermeister Heinrich Göbbels. „Aber dieser Haushalt ist natürlich kein Grund zur Euphorie.“ Grundsätzlich, führte Göbbels weiter aus, sei Langerwehe auf gutem Weg. „Aber es gibt natürlich Dinge, die wir heute nicht beeinflussen können, die aber den Haushaltsausgleich im Jahr 2021 in Gefahr bringen.“

Unter anderem nannte Göbbels in dem Zusammenhang das Einbrechen der Gewerbesteuer, höhere Zinsen und eine weitere Erhöhung der Kreis- und Jugendamtsumlage. Göbbels: „Noch mehr sparen können wir hier in Langerwehe nicht.“

Alle Kommunalpolitiker dankten ausdrücklich den Mitarbeitern der Kämmerei für die gute Arbeit. Dieter Reinartz: „Wir sprechen hier von einem 900 Seiten starken Haushalt, bei dem wirklich alle Positionen auf dem Prüfstand waren.“ Der Ausschuss hat einstimmig die Empfehlung an den Gemeinderat ausgesprochen, den Haushalt zu genehmigen.

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