Langerwehe hat vorsorglich ein Zelt für Flüchtlinge aufgestellt

Von: kin
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Dieses Zelt an der Kulturhalle ist als Notunterkunft für Flüchtlinge gedacht. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. 128 Asylbewerber leben derzeit in Langerwehe, und es werden täglich mehr. „Es kommen immer deutlich mehr Flüchtlinge hier an als angekündigt“, so Bürgermeister Heinrich Göbbels. Um für alle Fälle gewappnet zu sein, hat die Gemeinde hinter der Kulturhalle ein zehn mal zehn Meter großes Zelt aufgebaut.

In dem Zelt können Asylbewerber untergebracht werden. Göbbels: „Wir hoffen, dass wir keine Flüchtlinge in einem Zelt unterbringen müssen. Derzeit laufen Gespräche mit drei Hausbesitzern, die aber noch kein Ergebnis gebracht haben.“ Auch die Containeranlage für 32 Flüchtlinge, die die Gemeinde schon vor Monaten bestellt hat, wird frühestens in vier Wochen fertig sein.

„Ich möchte gerüstet sein“, sagt der Bürgermeister. „Und zunächst hat uns ein Zeltvermieter aus unserer Gemeinde das Zelt sogar kostenlos zur Verfügung gestellt.“ Überhaupt sei die Welle der Hilfsbereitschaft sehr groß. Göbbels: „Falls wir Flüchtlinge in dem Zelt unterbringen müssen, können sie die sanitären Anlagen der benachbarten Sporthallen des TuS 08 nutzen.“

Auch die Gesamtschule in unmittelbarer Nachbarschaft habe darüber hinaus ihre Hilfe angeboten. Göbbels: „Bei Bedarf stellt die Schule Mensa und Cafeteria zur Mitbenutzung zur Verfügung.“ Göbbels spricht sich dagegen aus, öffentliche Gebäude wie die Kulturhalle oder Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen. Der Bürgermeister: „Die Turnhallen sind belegt, und auch in der Kulturhalle finden immer wieder Veranstaltungen statt.“

Die Langerweher SPD/FDP-Gemeinderatsfraktion hält die Unterbringung von Asylbewerbern in einem Festzelt für „keine gute Lösung“. Fraktionsvorsitzender Uwe Endrigkeit: „Die Witterungsbedingungen und der Weg zu den Toiletten und Duschen stellt eine erhebliche Belastung für die Flüchtlinge dar.“ Außerdem sei es sehr verwunderlich, dass kein politisches Gremium oder der Langerweher Asylkreis über die mögliche Zeltunterbringung informiert worden sei. Endrigkeit: „Wir fordern die Gemeinde auf, alle gemeindeeigenen Gebäude auf ihre Nutzbarkeit für die Notfall-Unterbringung zu überprüfen.

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