Langerwehe - Langerwehe: Fünf-Zentner-Bombe entschärft

Langerwehe: Fünf-Zentner-Bombe entschärft

Von: Sandra Kinkel
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In Langerwehe wurde am Mittwochmittag eine 5-Zentner-Bombe gefunden.
Bombe
In Langerwehe wurde am Mittwochmittag eine 5-Zentner-Bombe gefunden. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. Bei Bauarbeiten für ein Mehrfamilienhaus am Pochmühlenweg im Zentrum von Langerwehe ist gestern Mittag eine fünf Zentner schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Am frühen Abend gegen 17.50 Uhr konnte die Bombe unschädlich gemacht werden. Die Entschärfung dauerte etwa 15 Minuten.

Bevor die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes die Bombe, die noch über zwei Zünder verfügte, entschärfen konnten, mussten in einem Radius von 300 Metern rund um die Fundstelle alle Häuser und Wohnungen evakuiert werden. Betroffen waren neben der Europaschule mit mehr als 1400 Schülern, die den Unterricht gestern früher als geplant beenden mussten, auch eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren und ein Haus für Betreutes Wohnen.

Darüber hinaus mussten knapp 700 Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Etwa 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt und Kampfmittelräumdienst waren über mehrere Stunden im Einsatz. Im Langerweher Feuerwehrhaus an der Schönthaler Straße wurde die Einsatzzentrale eingerichtet.

Rund 35 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes versorgten die Menschen im Bürgerhaus Pier, wo kurzfristig eine Betreuungsstelle eingerichtet worden war, mit Getränken und einem Imbiss. „So etwas haben wir alles schon einmal erlebt“, sagt eine ältere Dame. „Ich hatte eigentlich gehofft, dass damit endgültig Schluss ist.“

Insgesamt suchten weit mehr als 60 Bürger aus Langerwehe Unterschlupf in der Betreuungsstelle in Pier. „Die Stimmung war eigentlich ziemlich entspannt“, so DRK-Einsatzleiter Rainer Scheibe. „Einige Leute haben sogar ihre Haustiere mitgebracht, aber Hunde und Katzen haben sich gut vertragen.“ Bevor die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes mit der Entschärfung der Bombe beginnen konnten, haben Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Ordnungsamtes und Polizeibeamte an jeder Wohnungstür innerhalb des zu räumenden Gebietes geklingelt, um sicher zu sein, dass auch wirklich alle Gebäude leer waren. Zum Schluss hat noch ein Polizeihubschrauber das komplette Gebiet überflogen, um zu kontrollieren, dass wirklich keine Menschen mehr in dem betroffenen Gebiet unterwegs waren.

Zum ersten Mal ist die Bevölkerung auch mit Hilfe der Warn-App „Nina“, die das Amt für Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung Düren erst seit Anfang September nutzt, informiert worden.

Vor drei Jahren war bei Ausschachtungsarbeiten an der Hauptstraße schon einmal eine Bombe gefunden worden. Damals mussten rund 500 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

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