Langerwehe: Besonderes Projekt zum Schutz von Wildbienen

Von: kin
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Walter Jordans (links) und Lothar Kurth betreuen das Projekt „Bienenfreundliches Langerwehe“. Foto: kin

Langerwehe. Eine fröhlich-leuchtende Blumenwiese mit Ringelblumen, Malven, Sonnenblumen und Schmuckkörbchen am Bahnhof der Töpfergemeinde zieht im Augenblick viele Blicke auf sich.

Die Wiese ist Teil des Projektes „Bienenfreundliches Langerwehe“, das der BUND mit der Langerweher Umwelt- und Naturschutzorganisation (Luna), der Gemeinde, ortsansässigen Landwirten, der Biologischen Station, verschiedenen Vereinen und Kindertagesstätten in Langerwehe von drei Jahren ins Leben gerufen hat. „Unser Ziel war und ist es“, sagt Lothar Kurth vom BUND, „die bestehende Landschaft mit naturnahen Lebensräumen für Bienen und Insekten anzureichern.“

In den vergangenen zwei Jahren haben Lothar Kurth, Walter und Jordans und ihre Mitstreiter 60 verschiedene Obstbäume gepflanzt. Lothar Koch: „Es gibt Streuobstwiesen im Luchemer Feld und in Pier, die von verschiedenen Baumpaten gepflegt werden.“ Darüber hinaus gibt es sogenannte „Blühstreifen“ zwischen den Obstbäumen und seit diesem Jahr eben auch das „Blühfenster“ am Bahnhof in unmittelbarer Nachbarschaft zum „Kleinen Indemann“.

Die Blumenwiese ist etwa 300 Quadratmeter groß. Lother Kurth: „Alle Blumen auf dieser Wiese haben offene Blüten, die für die Bienen gut zugänglich sind. Und es lassen sich hier auch schon viele Wildbienen und andere Insekten beobachten. In einem zweiten Schritt planen wir, noch ein Insektenhotel am Bahnhof aufzubauen.“ Die Verantwortlichen von BUND und „Luna“ begrüßen es, dass Bürgermeister Heinrich Göbbels keine Einwände hatte, die Blumenwiese anzulegen.

Kurth: „Die Wiese ist für die Gemeinde sehr pflegearm und deswegen auch nicht sehr kostenintensiv.“ Schade sei, so der Umweltschützer weiter, dass nicht der komplette Raum bis zur Straße zum „Blühfenster“ umfunktioniert worden ist. „Das hätte noch schöner ausgesehen und hätte den Bienen noch mehr Lebensraum gegeben“, sagt Kurth. Die Begründung der Gemeinde, dass aus Gründen der Verkehrssicherheit zur Straße hin ein Stück Rasen vorhanden sein müsse, könne er nur schwer nachvollziehen.

„Warum gefährden Blumen die Verkehrssicherheit?“, fragt Kurth. „Darüber hinaus ist die Rasenpflege viel kostenintensiver als die Pflege der Blumenwiese. Hier vergibt die Gemeinde die Chance, Kosten zu sparen.“

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