Düren - „Lange Nacht der Industrie“: Spannende Einblicke in die Produktion

„Lange Nacht der Industrie“: Spannende Einblicke in die Produktion

Von: Sarah Maria Berners
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Einblicke in die Funktionsweise der riesigen Maschinen der Firma Heimbach, die Filze für die Papierherstellung produziert, können die Dürener am 29. Oktober gewinnen. Foto: Sarah Maria Berners

Düren. Was passiert eigentlich hinter den riesigen Firmentoren der Industriebetriebe an der Rur? Antworten auf diese Frage können die Dürener am Donnerstag, 29. Oktober, bei der „Langen Nacht der Industrie“ gewinnen, die zum ersten Mal auch in der Kreisstadt stattfindet. Zehn Firmen öffnen im Herbst ihre Tore und gewähren den Bürgern Einblicke in ihre Produktion.

Zum Beispiel die Firma Heimbach: 570 Mitarbeiter stellen dort Pressfilze her, die in der Papierindustrie benötigt werden. Mehr als elf Meter breit und 160 Meter lang können diese Filze sein, die von Düren aus in 80 Länder in der ganzen Welt exportiert werden.

„Die Menschen sind daran interessiert, live zu erleben, wie Produkte hergestellt werden, die wir täglich verwenden und die uns den Alltag erleichtern“, ist Heinz Mannheims, der Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt, überzeugt. Mit der „Langen Nacht der Industrie“ öffnen sich die Betriebe an der Rur: Indem sie zeigen, was sie produzieren und wie das geschieht, möchten sie auch um mehr Akzeptanz für die Industrie werben.

„Die ‚Lange Nacht der Industrie‘ ist Teil eines fairen Dialogs“, betonte Michael Linn. Wegen Lärm- und Geruchsimmissionen wird viel über die Industrie geschimpft, bei Erweiterungen sind Sorgen und Ängste groß. „Wir leben von der Wertschöpfung dieser Unternehmen“, erinnerte Bürgermeister Paul Larue, daran, dass die Betriebe Arbeitsplätze für viele Menschen der Region bringen.

Papierindustrie und Anlagenbau

440 Personen werden am 29. Oktober die Gelegenheit haben, zwei der zehn Firmen zu besuchen. Um 17.30 starten die Busse auf dem Annakirmesplatz zur etwa fünfstündigen Tour. Bei der Anmeldung können sich Besucher um drei der fünf Touren, bei denen je zwei Firmen besucht werden, bewerben. Eine Tour wird ihnen dann zugeteilt.

Tour 27 führt zum Automobilzulieferer Neapco und zur Grace Materials Technologies, die Silikate und Kieselsäuren für verschiedenste Anwendungsbereiche von A wie Autoreifen bis Z wie Zahnpasta herstellt. Tour 28 führt zum Technologiekonzern Andritz Kufferath, der unter anderem Anlagen für die Papierindustrie herstellt, sowie zum Maschinen- und Anlagenbauer SDM.

Teilnehmer der Tour 29 werden die Firma Heimbach sowie das Unternehmen Brück, die unter anderem Perforierpressen herstellen, besuchen. Zur Teppichherstellung bei Anker und zu Isola, wo Basismaterial für Leiterplatten hergestellt wird, geht es mit Tour 30. Wer den Anlagenbauer IMI Z&J (vormals Zimmermann & Jansen) sowie die Papierfabrik Rössler besuchen möchte, der ist bei Tour 31 richtig.

Für Tour 27 müssen die Teilnehmer 16 Jahre alt sein, die übrigen Touren können in Begleitung eines Erwachsenen auch 14- und 15-Jährige besuchen. Pro Tour können 80 bis 100 Menschen teilnehmen.

Die „Lange Nacht der Industrie“ ist eingebettet in einer Veranstaltungsreihe, die an diesem Abend an Rhein und Ruhr stattfindet. Etwa 3500 Gäste können 89 Betriebe besuchen. „Die Erfahrung zeigt, dass etwa jeder zweite Bewerber einen Platz bekommt. Der Andrang ist immer groß“, weiß Jürgen Henke von der Initiative „Zukunft durch Industrie“, die den Aktionstag organisiert. Er betont, dass auch Schüler willkommen seien, allerdings würde eine Klasse auf mehrere Touren aufgeteilt.

Die Stadtwerke ermöglichen den Bürgern ab 16 Uhr, in Führungen die Stromversorgungsstation auf dem Kirmesplatz zu besichtigen, Anmeldung per E-Mail an kontakte@stadtwerke-dueren.de.

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