„Lange Nacht der Bibliotheken“: Bilderbuchkino, Rallye, Spiele und eine Lesung

Von: Marie Hanrath
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Der Berliner Autor Lars Amend (links) wurde bei der „Nacht der Bibliotheken“ in Düren von Bürgermeister Paul Larue begrüßt. Foto: Marie Hanrath

Düren. „Wenn es einen Sinn im Leben gibt, dann ist dieser jeden Tag zu nutzen.“ Mit diesen eindringlichen Worten und der ruhigen, sehr anschaulichen Art zu erzählen des Berliner Autors Lars Amend fand die nun bereits seit zehn Jahren stattfindende „Lange Nacht der Bibliotheken“ ihren Ausklang.

Sehr viele alte und neue Gesichter waren zur Stadtbibliothek nach Düren gekommen, um den Reiz der Neuerungen zu erfahren oder an dem vielseitigen und abwechslungsreichen Programm teilzunehmen.

„Bewegend und gefühlvoll soll sie sein – die ganz besondere Nacht an einem Ort der Begegnung“, erklärte Büchereileiterin Alexandra Oidtmann. „Aber außerdem soll die Entwicklung des Buches zum medialen Erlebnis dargestellt werden“. Denn seit einem Jahr bietet die Stadtbücherei Düren mit zehn weiteren Bibliotheken die „Onleihe Region Aachen“ an. Leseratten können von zu Hause aus kostenlos bis zu sechs E-Medien downloaden: rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche, an 365 Tagen im Jahr. So entstand auch der sehr treffende Name für das diesjährige Motto der „Langen Nacht der Bibliotheken“: „E-Motion – Bibliotheken bewegen“. Und so kamen auch die Kunden der Dürener Bücherei ziemlich schnell in Bewegung.

Los ging es am späten Nachmittag in der Kinderbücherei. Das lustige Bilderbuchkino „Bauer Beck fährt weg“ von Christian Thielmann und Daniel Napp wurde gezeigt, und hat den kleinen Bibliotheksbesuchern viel Freude gemacht. Im Anschluss konnten die Kinder Figuren aus „Bauer Beck“ für ein japanisches Erzähltheater, bekannt unter dem Namen Kamishibai, basteln. In einer Bibliotheksrallye konnten dann alle neugierigen kleinen und großen Besucher die Bücherei auf eigene Faust erkunden. Zeitgleich stöberten viele Lesehungrige nach Schätzen auf dem Bücherflohmarkt des Fördervereines der Bücherei.

Spannend klingt auch die neue „Geocache“-Aktion. Besucher der Stadtbücherei können seit Neuestem mit einem GPS-Gerät auf die Suche nach längst vergessenen oder brandaktuellen Werken gehen.

Am frühen Abend flogen darüber hinaus kleine, weiche Bälle in der Kinderbücherei umher: Crossboccia war angesagt. Der kleine Bruder des Boulespiels hat in den vergangenen Jahren viele Freunde gewonnen. In Teams oder auch zu zweit gegeneinander wurde das Spiel zum Renner unter den Büchereigästen.

Getreu dem Motto wurde es gegen Ende des Abends dann wieder bewegend und emotional: Im Buch „Dieses bescheuerte Herz“, an dem er als Co-Autor mitgewirkt hat, erzählt Autor Lars Amend über seine Begegnung mit dem Teenager Daniel, der mit einem Herzfehler geboren wurde und unheilbar krank ist. „Wie von einem Stein erschlagen, habe ich mich gefühlt, als ich das erste Mal mit Daniels Mutter telefonierte. So als hätte sie mir ihre ganze Last zugeworfen. Und auch bei unserem ersten Treffen war ich ergriffen“, berichtete er authentisch über seine ersten Erfahrungen und seine Begegnung mit Daniels Familie und diesem sehr schwer greifbaren Thema.

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