Landwirte im Kreis erhalten Geld von der EU

Von: cro
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Kreis Düren. 60 Millionen Euro hat die Europäische Union am 1. Dezember an deutsche Landwirte, die EU-Direktzahlungen beziehen, überwiesen. Wie viel landet im Kreis Düren? Nicht wirklich viel, erklärt Erich Gussen, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Düren.

Im Kreis Düren erhalten 612 Betriebe Gelder von der EU, etwas mehr als 80 Prozent davon EU-Direktzahlungen in Höhe von mehr als 2000 Euro, an die die jetztige Überweisung gekoppelt ist. Jedem Betrieb, der jährlich mehr als 2000 Euro Direktzahlungen aus der EU-Kasse bekommt, wird die Zahlung zunächst um 1,5 Prozent gekürzt. Das Geld hält die EU als Krisenreserve zurück. Wird diese nicht genutzt, um schwächelnden Sektoren (wie Milch, Schweinefleisch oder Getreide) zu helfen, landet es am Ende des Jahres wieder bei den Betrieben. Es handelt sich nicht um eine zusätzliche Ausschüttung. Die EU-Direktzahlung dient unter anderem als finanzieller Ausgleich für die höheren Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutzstandards in der EU im Vergleich zum Weltmarkt.

„Man sieht immer nur die absoluten Zahlen“, sagt Erich Gussen, „aber heruntergerechnet ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Bei 16,7 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Fläche in Deutschland und durchschnittlichen 55 Hektar pro Landwirt mache die Zahlung im Schnitt rund 200 Euro pro Kopf aus, erklärt Gussen. Auf größere Höfe entfällt eine höhere Summe.

Für 2016 zieht Gussen keine gute Bilanz. „Das Jahr hat keinen Spaß gemacht, die Situation ist angespannt. Viele Betriebe haben Liquiditätsprobleme. Das war schon 2015 zu erkennen“, sagt er. „Es gibt keine neuen Höfe, aber es hören welche auf. “ Zudem müssten kleinere Betriebe immer höhere Auflagen erfüllen, die gegenüber den größeren nicht konkurrenzfähig machten. „Politisch sind die mittelständischen Betriebe aber gewünscht ...“, sagt Gussen. Sorgen machen ihm für 2017 die Preise für Getreide („Keine Steigerung erwartet.“) und Milch („Sind höher, aber nicht kostendeckend“).

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