Hürtgenwald - „Landschaftsmuseum“ für Hürtgenwald im Gespräch: Projektskizze vorgelegt

„Landschaftsmuseum“ für Hürtgenwald im Gespräch: Projektskizze vorgelegt

Von: cro
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Auch der Ehrenfriedhof in Hürtgen ist Teil des geplanten Landschaftsmuseums.

Hürtgenwald. Das langfristige Projekt „Landschaftsmuseum“, mit dem die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges und deren Folgen an verschiedenen Orten aufgearbeitet werden sollen, könnte am 1. März in der Gemeinde Hürtgenwald beginnen. Das sieht der Plan der Gemeinde selbst, des Kreises Düren und der Akademie Vogelsang IP vor.

Gemeinsam haben sie – unter Federführung der Vogelsang IP – ein entsprechendes Konzept an die Landeszentrale für politische Bildung geschickt. Ein erstes positives Signal kam aus Düsseldorf bereits zurück: Die Landeszentrale würde das Projekt finanziell fördern, wenn die Gemeinde beziehungsweise die Region einen Eigenanteil von 10.000 Euro trägt.

Daher wird der Hürtgenwalder Rat am Donnerstag, 22. Februar, 18 Uhr, darüber entscheiden, einen Förderantrag bei der Landeszentrale einzureichen. Die Gemeinde müsste 3500 Euro zur Verfügung stellen. Denn unter dieser Voraussetzung beteiligen sich auch der Kreis Düren und der Geschichtsverein Hürtgenwald jeweils mit der gleichen Summe. Die Vogelsang IP kalkuliert mit Gesamtkosten von 44.000 Euro. Läuft alles so, wie es die Projektskizze der Vogelsang IP vorsieht, sollen erste Ergebnisse des Konzeptes für das „Landschaftsmuseum“ der Öffentlichkeit im Dezember dieses Jahres vorgestellt werden.

Bereits im September 2017 bei einer Bürgerveranstaltung zu dem Thema „Erinnerungslandschaft Hürtgenwald“ machten die Projektinitiatoren um Bürgermeister Axel Buch, Landrat Wolfgang Spelthahn (beide CDU) und Albert Moritz von der Vogelsang IP deutlich, dass in den Jahren 2019 und 2020 die neue Erinnerungskultur in der Gemeinde erkennbar sein soll. Dann nämlich jähren sich der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zum 80. und das Kriegsende zum 75. Mal.

Bis Ende des Jahres sollen die Bürger voraussichtlich mit zwei öffentlichen Veranstaltungen eingebunden werden. „Ziel ist es, die Region mitzunehmen und die Erinnerungskultur als einen gemeinsamen, zivilgesellschaftlichen Prozess begreifbar zu machen“, heißt es in der Projektskizze der Vogelsang IP. Es sollen auch „blinde Flecke und falsche Fakten der Erinnerung“ aufgespürt und klargestellt werden, damit sich die Erzählweise an allen Orten des „Landschaftsmuseums“ an einer fundierten und einheitlichen historischen Faktenlage orientiert.

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