Landfrauen-Tipps: Wandern und die Heimat entdecken

Von: Anne Wildermann
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In Erinnerungen schwelgen: Margret Sachsen dokumentiert seit Jahren die diversen Wanderungen, Ausflüge und Kurzreisen der Landfrauen in einem Fotoalbum. Foto: Wildermann

Bilstein. Sich und seiner Gesundheit etwas Gutes tun: Oft fehlt die Zeit dazu, weil Beruf, Familie und Haushalt kaum Platz für Wanderungen oder andere Unternehmungen lassen. In loser Folge stellt die DZ Landfrauen aus der Region vor, die etwa ein Händchen für Aktivitäten mit Schwerpunkt Heimaterkundung haben.

Margret Sachsen (70) aus Bilstein veranstaltet seit Jahren Wanderungen durch die Region oder Städtetrips nach Köln, Maastricht oder diesen Sommer nach Wiesbaden.

„Bei den Ausflügen geht es darum, miteinander unterwegs zu sein. Sich zu unterhalten, eben miteinander zu sprechen“, sagt Sachsen. Egal, ob das Wetter oder neue Back- und Kochtipps thematisiert werden. Sie selbst ist vor etwa 15 Jahren zu den Landfrauen in Kreuzau gestoßen. Der Grund: Sachsen unternahm gerne Ausflüge und Wanderungen und wurde einmal als Gast mitgenommen. „Das hatte mir in dieser Gemeinschaft so gut gefallen, dass ich Mitglied werden musste“, erinnert sie sich und lächelt. Bis vor zwei Jahren hatte sie auch insgesamt acht Jahre lang den Vorsitz inne, aber aus Altersgründen musste sie ihn abgegeben.

Das Besondere an den Wanderungen, die Sachsen organisiert: Sie finden zum Großteil in der Heimat statt. So auch mit ihrer Walking-Gruppe, die sie vor acht Jahren gegründet hat und die sich einmal die Woche trifft, um durch den Burgauer Wald zu marschieren. Auch die Drover Heide, eine dreitätige Tour im Sommer zur deutsch-luxemburgischen Grenze mit 20 Teilnehmerinnen oder die Narzissen-Wanderung durch das Oleftal stehen auf dem Programm.

Die Strecke führt über Felder, auf denen wilde Glockenblumen blühen. Sachsen organisiert zudem Winterwanderungen rund um Kreuzau sowie durch den Nationalpark Eifel oder zum Braunkohletagebau Inden. „Bei solchen Ausflügen wird das Bewusstsein erweitert. Das erste Grün an den Bäumen und Büschen ist jetzt zu sehen, die Vögel zwitschern und Frühlingsblumen sprießen allmählich“, sagt die Landfrau und blättert in einem dicken roten Fotoalbum, in das sie unzählige Bilder hinein geklebt hat, die von den Ausflügen zeugen.

Umgebung wahrnehmen

Vor allem der Begriff „Heimat“ bedeutet für jeden etwas anderes und ist nicht leicht zu fassen. Für Sachsen sei Heimat da, wo die Familie ist und „auch dort, wo die Wurzeln liegen“. Denn gebürtig kommt sie aus dem südlichen Teil der Eifel, nahe der Grenze zu Luxemburg. Ihre Kinder sind im Kreis Düren geboren und großgeworden. „Auf unseren Wanderungen stellen wir immer wieder fest, wie schön doch die Heimat ist und wie viel sie zu bieten hat“, sagt Sachsen. Es komme hin und wieder vor, dass die Landfrauen erst bei einer Wanderung die Umgebung richtig wahrnehmen und kennenlernen, obwohl sie seit Jahren in der Nähe lebten.

Wer die heimatliche Region verinnerlicht hat, kann mit den Landfrauen diesen Mai für vier Tage mit dem Bus zum Starnberger See fahren.

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