Langerwehe - Landfrauen-Tipps: Kräuterwickel und Tees fürs Wohlbefinden

Landfrauen-Tipps: Kräuterwickel und Tees fürs Wohlbefinden

Von: Anne Wildermann
Letzte Aktualisierung:
13903550.jpg
In 15 Minuten lässt sich ein frischer Salbeitee zubereiten. Zunächst kaltes wasser in einen Topf, dann die Blätter des Pflanze hinein schneiden... Foto: Wildermann
13903552.jpg
...Deckel auf den Topf und kochen lassen. Foto: Wildermann
13903577.jpg
Anschließend den Tee durch ein Sieb gießen... Foto: Wildermann
13903568.jpg
und ihn genießen wie Rosemarie Jansen-Noufal. Foto: Wildermann

Langerwehe. Selber machen statt kaufen: Das machen nicht viele. Oft fehlt die Zeit dazu, weil Beruf, Familie und Haushalt kaum Platz fürs Sammeln und Aufbrühen von Kräutern für Tees oder Wickel lassen. In loser Folge stellt die DZ Landfrauen aus der Region vor, die ein Händchen fürs Selbermachen haben und dazu jede Menge Tipps und Tricks kennen.

Heilpraktikerin Rosemarie Jansen-Noufal (63) aus Langerwehe, die seit 2008 Mitglied bei den dortigen Landfrauen ist, zeigt, wie jeder mit wenig Aufwand einen Kräutertee zubereiten kann, der auch noch gegen Zipperlein hilft.

„Ich finde, wir sollten mehr in uns hinein und auf unseren Körper hören. Wenn ich auf etwas Lust habe, dann fehlt ihm etwas, und ich sollte dieser Lust nachgehen und meinem Körper das, was fehlt, geben“, sagt Jansen-Noufal, die für die Vereinsmitglieder regelmäßige Seminare zum Thema „Kräuterheilkunde“ anbietet.

In den Kursen bestimmen die Teilnehmerinnen die Kräuter und ihre Wirkung anhand eines Puzzles. „Und zwischendurch machen wir einige Meditationsübungen“, führt die Expertin aus. Das Sammeln von Kräutern auf Wiesen und im Wald bietet sie ebenfalls an. Dabei gehe es nicht nur um das Finden und das Sammeln an sich, sondern vielmehr um das Zusammensein, das Sichaustauschen, ergänzt die Landfrau. Zumal ihrer Ansicht nach die übrigen Landfrauen schon sehr viel über Kräuter und ihre heilende und wohltuende Wirkung wissen. „Es ist für viele eher ein Auffrischen des Wissens.“

Wenn die fünfte Jahreszeit vorbei ist und die Fastenzeit beginnt, empfiehlt Jansen-Noufal, den Körper zu entsäuern. „Allerdings sollte man sich nicht dazu zwingen, wenn man feststellt, dass so eine Kur einem nicht wohltut“, betont sie. Beim Säurefasten ist es wichtig, weniger Eiweiß zu sich zu nehmen. Eine Kur kann unterschiedlich lange dauern, zwischen zwei und sechs Wochen.

Wer lieber etwas für die Organe wie die Leber tun will, kann es mit einem Kräuterwickel versuchen. „Dazu bereitet man einen Sud. Der Aufguss wird aus Brennnesseln, Leinenkraut, auch kleines Löwenmäulchen genannt, und Wermutkraut gemacht“, zählt Jansen-Noufal auf. Allerdings sei dieses in der Natur schwer zu finden.

In dem Fall kann man das Kraut auch im Reformhaus kaufen. Wer Brennnesseln und Leinenkraut sammeln will, sollte darauf achten, dass die Pflanzen nicht zu nah an einer befahrenen Straße stehen oder auf Feldern wachsen. „Abgase und Spritzmittel setzen sich nämlich auf den Kräutern ab“, erklärt Jansen-Noufal.

Ein Küchenhandtuch wird dann in den heißen Sud eingetaucht und auf die Körperstelle gelegt, wo sich die Leber befindet: rechts, unter dem Rippenbogen. „Dann warm einpacken und hinlegen. Das ist ganz wichtig. Mindestens zwei Stunden ruhen“, betont die Heilpraktikerin. Sobald der Wickel kalt wird, diesen entfernen und liegenbleiben. Der Effekt: Die Müdigkeit verschwindet – fettige und üppige Nahrung im Winter macht müde und träge.

„Die Fettverdauung ist für unsere Leber eine große Herausforderung. Wärme und Feuchtigkeit mag sie nämlich sehr gerne und vor allem Kräuter, die bitter schmecken. Daher bietet sich solch ein Wickel auch gut nach einem deftigen Essen an“, sagt die Landfrau.

Eine Alternative ist ein Salbeitee für zwei Personen, den man als allgemeines Stärkungsmittel kurmäßig trinken kann, so Jansen-Noufal. Dazu benötigt man frischen Salbei, der im heimischen Garten angebaut wird. „Kaltes Wasser in einen kleinen Topf füllen, danach sechs Blätter klein schneiden und dazugeben.

Dann aufkochen lassen. Anschließend einen Deckel auf den Topf und das Wasser 15 Minuten bei niedriger Temperatur kochen lassen“, beschreibt sie den Ablauf. Beim Kochen treten die ätherischen Öle aus den Blättern. Zum Schluss den Tee durch ein Sieb in Tassen gießen und warm genießen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert