Landfrauen-Tipps: Früchte aus dem Garten haben einen Schwips

Von: Anne Wildermann
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Die aufgesetzten Liköre füllt Elisabeth Reinartz in diverse Gefäße ab. Zum Verschenken sollten die Flaschen nicht allzu schlicht sein. Foto: Wildermann
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Die geschnittenen Walnüsse färben den Alkohol braun. Foto: Wildermann

Düren. Selber machen statt kaufen: Oft fehlt die Zeit dazu, weil Beruf, Familie und Haushalt kaum Platz lassen, immer frisch und portionsgerecht zu kochen oder Liköre selber zuzubereiten. Landfrau Elisabeth Reinartz (62) aus Düren, die Beisitzerin beim Bezirksvorstand Düren ist, gibt Tipps, welche Gerichte sich mit Lebensmitteln zubereiten lassen, die zwei Tage im Kühlschrank stehen oder von einer Mahlzeit übriggeblieben sind.

Anbei empfiehlt sie noch ein Rezept für Johannisbeer-Likör (Aufgesetzter) aus eigener Herstellung.

„Wer seine Familie kennt und weiß, wer wie viel isst, der kann dementsprechend auch kochen. Sollte dennoch mal was übrig bleiben, stellt sich die Frage: ,Was mache ich damit‘“, sagt Reinartz, die gelernte Ökotrophologin ist und sieben Jahre an einer Berufsschule Hauswirtschaft unterrichtet hat. Seit ihrem 25. Lebensjahr ist sie bei den Landfrauen in der Region aktiv. Früher hat sie viele Vorträge vor Mitgliedern gehalten und mit ihnen gekocht.

„Sollten beispielsweise Kartoffeln vom Vortag übrig sein, kann man daraus vollwertige Gerichte machen wie Bratkartoffeln mit Schinkenwürfel, Ei und Zwiebeln. Oder Kartoffelsuppe“, zählt sie auf. Die Worte „Reste verwerten“ mag Reinartz nicht. Sie findet, dass dieser Begriff zu negativ besetzt sei. „Schließlich mache ich doch ein komplett neues Gericht“, sagt sie.

Auch Nudeln und Reis bieten viele Möglichkeiten für ein anderes Mittag- oder Abendessen. Reinartz schlägt vor, den übrig gebliebenen Reis für eine Einlage in einer Tomatensuppe zu verwenden oder einen Salat daraus zu machen. „Oder einen serbischen Fleischtopf. Dazu brauche ich nur noch Tomaten, Paprika, Fleischstückchen, entweder vom Vortag oder tiefgefroren, und den Reis. Und schon habe ich eine warme und vollwertige Mahlzeit.“ Statt des Fleisches können auch Würstchen genommen werden – eben das, was da ist.

Bei Landwirten nachfragen

Liköre setzt Reinartz in einer großen Ballonflasche auf. Früchte wie Kirschen, Quitten oder Johannisbeeren kommen in ganzen Früchten oder geschnitten hinein, dazu Zucker und 38-prozentiger Korn. „Wer will, kann auch Wodka nehmen“, sagt die Landfrau. Ein wenig ausgefallen ist die Variante mit Walnüssen. Wichtig dabei: Die Nüsse sollten noch grün sein. „Im Supermarkt bekommt man die leider nicht. Daher einfach mal bei einem Landwirt nachfragen oder bei anderen Leuten, die einen Walnussbaum im Garten haben“, rät Reinartz. Außerdem sollten die Nussfrüchte schon ab Mai geerntet werden. Weitere Tipps gibt Landfrau Elisabeth Reinartz unter der Telefonnummer 02421/67463.

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