Düren - Landesjugendorchester NRW präsentiert Verdis Musik in Düren

Landesjugendorchester NRW präsentiert Verdis Musik in Düren

Von: kel
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In großer Runde bereiten die Verantwortlichen aus Düren, vom Landesjugendorchester NRW und dem „Ensemble Zukunft Kultur“ das Projekt „Verdi: Don Carlos–corridors of power“ vor. Im Vordergrund die Entwürfe für das Bühnenbild. Foto: Axel Keldenich

Düren. Am Sonntag, 7. Oktober, steht eine Opernaufführung der besonderen Art auf dem Terminplan im Haus der Stadt. Das Landesjugendorchester NRW und das „Ensemble Zukunft Kultur“ bringen dann im Rahmen der Interkulturellen Woche das Projekt „Verdi: Don Carlos – Corridors of Power“ auf die Bühne. Bis dahin ist für die Organisatoren noch viel zu tun.

Das Besondere an dieser Aufführung: 80 bis 90 junge Musiker und ein Ensemble mit deutschen und geflüchteten Künstlern präsentieren unter der Federführung des renommierten Opernregisseurs Bernd Schmitt eine außergewöhnliche und spannende Interpretation des Schiller‘schen Dramas und der Oper, die Verdi daraus gemacht hat.

Die Besetzung der Ensembles ist aber nicht das einzig Ungewöhnliche. Im Rahmen des Projektes werden verschiedene Zielgruppen mit eingebunden. Dazu wurde ein Runder Tisch ins Leben gerufen, an dem unter anderem Vertreter der Volkshochschule und vom Theater Düren – beides Institutionen von Düren Kultur – sitzen. Ziel der Organisation ist es, im Vorfeld, während der Aufführung und im Nachgang neben dem klassischen Opernpublikum auch andere Kreise zu interessieren.

Insgesamt stehen bei dem Projekt die Förderung junger Musiker und der Gedanke der Völkerverständigung im Mittelpunkt. Die Geschäftsführerin des Vereins zur Förderung von Landesjugendensembles Agnes Rottland betont das hohe Engagement der Musiker von 14 bis 24 Jahren, zu denen auch der Dürener Cellist Markus Ebber und die Jülicher Bratschistin Henrike Wille gehören.

„Die sind alle leistungsstark und leistungswillig. Sie proben seit einigen Wochen in Nottuln, spielen dann an verschiedenen Orten, ehe Düren der letzte Termin des Projekts sein wird. Wir möchten klassische Musik in neuen Formaten präsentieren. Junge Leute können erfahren, wie großartig Verdis Musik sein kann.“

Zu den hiesigen Aktivitäten gehören unter anderem eine Einführung des Regisseurs in verschiedenen Sprachen sowie Videos zu Fragen der Macht, die Thema von Don Carlos sind, aber auch aktuelle Brisanz besitzen. Diese Videos sollen vorab in Endlosschleifen in Sparkassenfilialen, bei der VHS und der Stadtbücherei sowie im Rathaus laufen.

Außerdem werden die Themen bei einem Frühstück in Flüchtlingsheimen oder bei sogenannten „Speedfriendings“ in Schulklassen angesprochen. Eine Präsentation des Stücks soll außerdem beim Stadtfest stattfinden. Nach der Aufführung gibt es in Diskussionsrunden die Möglichkeit, sich auch kritisch zu äußern.

Die Stadt erhält als Mitglied des NRW Kultursekretariats Gütersloh von diesem einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro zu den Honorarkosten für den Auftritt.

Die Gesamtkosten des Projektes betragen 350.000 Euro. Für dessen Finanzierung haben die Verantwortlichen ein Crowdfunding unter der Internetadresse www.Startnext.com/LJO aufgelegt. Um ein wenig Geld zu sparen, suchen sie auch spendable Gastgeber, die den Akteuren zwischen dem 5. und 10. Oktober für drei Nächte kostenlos Unterbringung offerieren.

 

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