Land erteilt Stadionprojekt eine Absage

Von: Jörg Abels
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Düsseldorf/Düren. Der Traum von einem multifunktionalen Fußballstadion mit einer Kapazität von 5000 Zuschauern mit Trainingsplätzen, Tenniscourts und Funktionsgebäuden auf dem Gelände der altehrwürdigen Westkampfbahn, von einem Leistungszentrum für den Blinden- und Jugendfußball und von DFB-Jugendländerspielen in Düren ist geplatzt.

Das NRW-Sportministerium hat dem federführenden Kreissportbund (KSB) mitgeteilt, das mit über 14 Millionen Euro veranschlagte Projekt nicht wie erhofft zu 80 Prozent zu fördern.

Nach ausgiebiger Prüfung sehe man nach den derzeitigen Sportstättenförderrichtlinien keine Möglichkeit einer Bezuschussung, heißt es in dem Schreiben aus Düsseldorf. Bei dem Vorhaben handele es sich weder um eine Hochleistungssportstätte noch um eine Zuschauersportanlage von besonderem Landesinteresse, begründet das Ministerium seine Absage.

Landrat tief enttäuscht

Landrat Wolfgang Spelthahn, der auch Vorsitzender des KSB ist und Initiator des Projekts war, zeigte sich am Freitag tief enttäuscht über die negative Nachricht aus Düsseldorf, zumal er nach der ausführlichen Vorstellung des ehrgeizigen Projekts mit allen beteiligten Partnern Mitte September noch frohen Mutes aus Düsseldorf zurückgekehrt war. „Ich lese aus dem Schreiben des Ministeriums, dass die Landesregierung in Zeiten knapper Kassen keine neuen Projekte anstoßen will”, verweist Spelthahn darauf, dass dieser Tage schon verschiedene andere Infrastrukturprojekte auf Eis gelegt wurden.

Ganz abgeschrieben hat er die ambitionierten Pläne, die im August 2009 wenige Tage vor der Kommunalwahl vorgestellt worden waren, noch nicht. Schon in der kommenden Woche will er sich an einem Runden Tisch mit Vertretern der Vereine, der Stadt und der beteiligten Sportverbände zusammensetzen. „Durch die modulartige Bauweise wären wir auch in der Lage, Teile des Konzepts zu realisieren”, will Spelthahn vor allem bei den Behindertensportverbänden nun noch einmal ausloten, ob sie zu ihrer Zusage stehen, so dass eventuell Fördermittel aus anderen Kanälen zugänglich gemacht werden können.
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