„Lampenfieber Vossenack“ feiert Premiere

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Haben alles bestens geregelt und feiern eine gelungene Premiere: Die Laienspielgruppe „Lampenfieber Vossenack“ bescherte dem Publikum eine überaus vergnüglichen Abend. Foto: Hoffmann

Vossenack. Von wegen Lampenfieber. Bei den Akteuren der gleichnamigen Laienspielgruppe aus Vossenack war davon nichts zu merken, als sie im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus mit der Premiere des Stücks „Alles bestens geregelt!“ vor einem begeisterten Publikum eine gelungene Premiere feierten.

Das Lustspiel aus der Feder von Bernd Gombold, von den Akteuren mit Lokalkolorit angereichert, bot einfach alles, um die Zuschauer zu begeistern.

Die Geschichte dreht sich um die verwitwete Bäuerin Rosi (Heike Kreutz), ihren Schwiegervater „Opa“ Anton (Hermann-Josef Kirch) und eine ganze Reihe komischer Figuren.

Doch erst die Umsetzung der Schauspieltruppe aus dem selbsternannten „Dorf mit Weitblick“ ließ den Plot zum Bühnenkracher werden. Angefangen bei der hervorragenden Umsetzung der Textpassagen - präzise artikuliert, mit dem nötigen Feingefühl für das richtige Timing und sicher im Gefühl dafür, wie man mal frech, mal süffisant, mal auch richtig polternd die Sätze formt. Dazu kam eine glaubwürdige, das Publikum mitreißende Mimik. So offenbarten die Vossenacker Laiendarsteller schauspielerisches Potenzial mit großem Unterhaltungswert. Die mechanische „Animations-Hof-Katze“ trug dazu ebenso bei, wie das schöne Bühnenbild. Zwischenapplaus war damit programmiert.

Das Stück, bei dem Marita Brauer und Lieselotte Hellwig für Regie und Requisiten verantwortlich waren, passte prima zur Truppe: Eine verwitwete Bäuerin will den Hof modernisieren und Feriengäste anlocken, um eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen. Damit ist aber Opa Anton, ein echtes Schlitzohr, überhaupt nicht einverstanden. Er ist strikt gegen die Vermietung an fremde Feriengäste und versucht mit allerlei Tricks, die Vermietung zu verhindern.

Eine heimlich aufgegebene Heiratsanzeige in einer Frauenzeitschrift unter dem vielversprechenden Motto „Liebe vergeht, Hektar besteht“ sorgt zusätzlich für Verwirrung. Das Durcheinander nimmt an Fahrt auf, als der erste Feriengast auf dem Bauernhof eintrifft. Turbulent wird es, als schließlich ein verirrter Wanderer für den Tierarzt gehalten wird und beim Kalben helfen muss. Das Publikum war begeistert, manche hatten gar Lust auf mehr und wollten am nächsten Tag nochmals kommen.

Fast auf den Tag genau vor 16 Jahren, am 24. März 2001, trat die Laienspielgruppe im Übrigen erstmals auf die Bretter, die auch in Vossenack die Welt bedeuten.

Damals ging es um die Gleichberechtigung der Frau, um die es heute schon deutlich besser steht als damals.

Allerdings sucht das Ensemble aktuell noch männliche Mitspieler. Wer nun Appetit auf das Lustspiel bekommen hat, kann eine der noch anstehenden Vorführungen besuchen.

Am heutigen Samstag ab 20 Uhr und am Sonntag ab 18 Uhr wird das Stück im Dorfgemeinschaftshaus nochmals mit gleicher Besetzung vorgeführt.

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