Vossenack - Laientheatergruppe „Lampenfieber“: Scheinehe soll bei Hofübernahme helfen

Laientheatergruppe „Lampenfieber“: Scheinehe soll bei Hofübernahme helfen

Von: ho
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Beste Unterhaltung boten die Akteure der Laienspielgruppe „Lampenfieber“ im Vossenacker Dorfgemeinschaftshaus. Bei der Verwechslungskomödie „Ein Hof voller Narren“ kam das Publikum voll auf seine Kosten. Foto: Hoffmann

Vossenack. Im Gegensatz zu anderen Lokalitäten, wo vor Beginn einer Theatervorführung ein dezenter Gong ertönt, ist im Vossenacker Dorfgemeinschaftshaus traditionell ein Hahnenschrei zu hören, bevor die Akteure der Laienspielgruppe „Lampenfieber“ die Bühne erobern. Der Ruf des Federviehs passte diesmal perfekt zur dargebotenen Verwechslungskomödie.

„Ein Hof voller Narren“ hieß das Stück von Winnie Abel, bei der die Akteure des Ensembles zur Höchstform aufliefen und das Publikum aus dem Lachen nicht heraus kam.

In dem Dreiakter geht es um Neid, Handicaps, Intrigen, Männerliebe, verrückte Verwechslungen und nicht zuletzt auch ums Erben. Genau die richtigen Zutaten für eine turbulente Komödie, die auch ein Stück typisches Bauerntheater in einem modernen Gewand ist. Kurz und knackig werden viele Klischees aufgegriffen, wobei da auch ein wenig „Bauer sucht Frau“ dabei ist.

Aber auch andere Themen wie Erbfolge, Pflegesystem, Existenzangst oder Homosexualität finden sich in der Komödie wieder. Das Ganze dann natürlich zur Freude der Besucher überspitzt in Szene gesetzt.

So beispielsweise der Jungbauer Jonathan (Alois Prinz), der aufgrund seiner Zuneigung zu seinem Freund Detlef (Hagen Beyermann) in Schwierigkeiten gerät, da er dringend eine Frau finden muss, um den elterlichen Hof nicht an seine Schwester Esther (Heike Kreutz) zu verlieren. Da geht es zwischen den Geschwistern auch schon mal verbal zur Sache, zumal die strenge Mutter (Lieselotte Hellwig) die Angelegenheit durch Terminsetzung befeuert. Schwester Esther als „oberkommandierende Legehenne“ bezweifelt, dass ihr Bruder eine Ehefrau finden wird. Zwischendurch wirbelt dann zum allgemeinen Gaudium immer wieder Detlef im goldglänzenden Rüschenhemd nebst Handtäschchen über die Bühne und versprüht im verzweifelten Kampf gegen die ordinäre Landluft Parfüm über die Bauernsippe und das Publikum.

Opa Erwin (Hermann-Josef Kirch), schwerhörig immer dann, wenn es ihm passt, belebt das Szenarium ebenso wie Knecht Hannes (Markus Schillberg) und die polnische Pflegekraft Irena (Annette Vieth). Die geht schließlich mit Bauer Jonathan eine Scheinehe ein, wonach die Turbulenzen auf der Bühne zunehmen, da Detlef als polnische Schwiegermutter in Frauenkleidern ins Rampenlicht tritt. Und dann steht auch noch plötzlich die echte Mutter aus Polen vor der Tür (Erna Kreutz) – das Chaos hat seinen Höhepunkt erreicht. Fazit: Alle Akteure glänzten, boten beste Unterhaltung und erhielten verdient viel Beifall.

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