Düren - Laida Hitaj und ihre besondere Begabung

Laida Hitaj und ihre besondere Begabung

Von: Bruno Elberfeld
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Laida Hitaj, 14 Jahre alte Pianistin aus Albanien, spielte Chopins „Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1, e-Moll, op. 11“. Foto: bel

Düren. Das rote Abendkleid der Pianistin stach zwischen der dunklen Kleidung der anderen Musiker hervor: Die erst 14 Jahre alte Pianistin aus Albanien, Laida Hitaj, bot – begleitet von der Cappella Villa Duria – ein beeindruckendes Konzert.

Zu Gehör brachte Laida Hitaj das „Konzert für Klavier und Orchester, Nr. 1 e-Moll op. 11“ von Frédéric Chopin. Am Anfang schien Laida Hitaj auf dem Klavierhocker vor dem großen Flügel noch etwas angespannt, was jedoch ihrem Spiel auch zu diesem Zeitpunkt keinerlei Abbruch tat. Allmählich stahl sich dann hier und da ein Lächeln in ihre Miene.

„Das war einfach fantastisch.“ Diesen und ähnliche Kommentare konnte man zuhauf während der Pause im Foyer hören. „Erst 14 Jahre und schon so gut. Wo soll das hinführen?“ Fragen wir einen Experten, Dirigent Johannes Esser. „Laida Hitaj ist heute schon eine tolle Pianistin mit einer besonderen Begabung“, urteilte Esser. „Bei den Proben und jetzt beim Konzert zeigt sie die Reife einer erwachsenen Künstlerin“, fuhr der Orchesterchef fort. Und in der Tat: Es war schon eine unglaubliche Leistung, das ganze Klavierkonzert auswendig zu spielen.

Doch auch die übrigen Beiträge der Cappella Villa Duria konnten sich hören lassen. Die Ouverture „Carnaval“ von Alexander Glasunov (1865-1936) eröffnete das Konzert. Nach der Pause wurden die Melodien lockerer und entspannter. Wesentlich zu dieser Entspannung trug Hub Nickel mit seiner Trompete bei.

Bei „Le Carneval de Venise“ von Jean Baptist Arban (1825-1889) zeigte er, dass Musik großen Spaß machen kann. In Zusammenarbeit mit Johannes Esser und dem Orchester unterbrach er den Beitrag, nahm Kontakt zu den vorderen Reihen im Publikum auf, stimmte dann entsprechend die Melodie „Mein Hut – der hat drei Ecken“ an. Im Publikum entpuppten sich viele Männer und Frauen als Sängertalente. Es folgten von Johann Strauss (Sohn, 1825-1899) der Walzer „Wein, Weib und Gesang“, und die schnelle Polka „Vergnügungszug“.

Zahlreiche Zugaben

Eine musikalische Köstlichkeit war die „Pizzicato-Polka“, eine Gemeinschaftsproduktion von Johann Strauss (Sohn) und Josef Strauss (1827-1870). Im Vordergrund standen die Saiteninstrumente, die zu leisen Zupfinstrumenten wurden.

Den Schlussakkord setzten die Musiker mit dem Kaiser-Walzer. Zahlreiche Zugaben rundeten das Konzert ab und demonstrierten die Wertschätzung der Musikliebhaber gegenüber der Cappella. Durch das Programm führte kompetent und informativ Dr. Gisela Hagenau.

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