Lagerhallen in Flammen: Großbrand in Niederau

Von: Stephan Johnen und Fred Schröder
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Feuer Niederau
Auf der Kreuzauer Straße in Niederau standen am Samstagvormittag Lagerhallen lichterloh in Flammen. Foto: Ralf Roeger
Feuer Niederau
Die Ursache für den Brand in Niederau ist zur Stunde noch vollkommen unklar. Foto: Ralf Roeger

Niederau. Die schwarze Rauchsäule über dem Dürener Stadtteil Krauthausen war am Samstag von Weitem zu sehen. Um den Brand auf dem Gelände einer Firma für Bautenschutz an der Kreuzauer Straße unter Kontrolle zu bekommen, hatte die Dürener Feuerwehr ein Großaufgebot in Marsch gesetzt: 200 Feuerwehrleute aus dem gesamten Stadtgebiet waren im Einsatz.

Die Landstraße 249 blieb von 10 bis 16 Uhr zwischen Kuhbrücke und Renkerstraße für den Verkehr gesperrt, Polizeibeamte leiteten den Verkehr um. Über mehrere Radiosender ließ die Feuerwehr die Bevölkerung über die Rauchentwicklung informieren, Türen und Fenster sollten vorsichtshalber geschlossen bleiben.

Ein Carport, in dem Firmenfahrzeuge, Baumaschinen und Spezialwerkzeuge abgestellt waren, wurde ebenso ein Raub der Flammen wie eine Lagerhalle, in der nach Auskunft der Feuerwehr rund zwei Tonnen Lacke, Chemikalien und Baustoffe gelagert waren. Der Messtrupp aus Kreuzau war vor Ort, um den Richtung Südost abziehenden Qualm zu untersuchen. „Bei allen Messungen lagen die Ergebnisse unterhalb der Grenzwerte. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr“, sagte Wehrleiter Hans-Jürgen Pelzer.

Bei den Radiodurchsagen habe es sich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt. Eine Evakuierung sei nicht nötig gewesen. Pelzer betonte auch, dass das gesamte „kontaminierte Löschwasser“ auf dem Firmengelände aufgefangen wurde und nicht in die Kanalisation gelangte. Proben des Löschwassers wurden der Unteren Wasserbehörde zur Untersuchung ausgehändigt. Bis 19 Uhr stellte die Feuerwehr eine Brandwache, gegen 23 Uhr wurden nach Angaben von Einsatzleiter Patric Ramacher noch einmal einige Glutnester nachgelöscht. Die Einsatzkräfte wurden während des stundenlangen Einsatzes vom Deutschen Roten Kreuz mit Mahlzeiten versorgt.


Zeugen hatten gegen 10 Uhr das Feuer bemerkt und den Notruf gewählt. Als die Feuerwehr eintraf, stand das Carport bereits in Flammen, das Feuer griff auf die Lagerhalle und ein Bürogebäude über. Während das Bürogebäude stark beschädigt wurde, gelten die Hallen aus Sicht der Wehr als Totalschaden, sie sind einsturzgefährdet. Hans-Jürgen Pelzer schätzt den Schaden auf eine Million Euro. Die Ursache des Brandes sei unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die gute Nachricht: Die Hallen waren beim Ausbruch des Feuers menschenleer. Ein Feuerwehrmann allerdings verrenkte sich während der Löscharbeiten die Schulter, und ein Fahrradfahrer, der sich offenbar angesichts des Brandes erschrocken hatte, stürzte vom Rad und wurde medizinisch versorgt.


Zwischenzeitlich mussten Einsatzkräfte am Samstagmittag in den Dürener Norden verlegt werden. Nach Auskunft von Wehrleiter Pelzer gab es einen Brand in der Forensik. Ein Patient hatte seine Matratze in Brand gesteckt. Zu jedem Zeitpunkt habe allerdings eine Reserve bereitgestanden. Pelzer: „Die Sicherheit der Bevölkerung war gewährleistet.“

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