Nörvenich - Lärmschutzbereich am Fliegerhorst

Lärmschutzbereich am Fliegerhorst

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Nörvenich. Die NRW-Landesregierung hat nun auch für den Fliegerhorst Nörvenich in einen Lärmschutzbereich festgelegt, wie es ihn bereits für die Verkehrsflughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Paderborn und Münster/Osnabrück gibt. Grundlage für die Rechtsverordnung ist das im Juni 2007 novellierte Fluglärmschutzgesetz.

Der Lärmschutzbereich unterteilt sich in Abhängigkeit von der Lärmbelastung in zwei Tageschutzzonen und eine Nachtschutzzone. In der Tagschutzzone 1 ist der Flughafenbetreiber verpflichtet, die Kosten für Maßnahmen zum passiven Schallschutz, wie zum Beispiel Schallschutzfenster, zu tragen. In der Nachtschutzzone sind zusätzlich die Kosten für Belüftungseinrichtungen für Schlafräume zu erstatten. In der Tagschutzzone 2 müssen neu zu errichtende Gebäude gewissen Schallschutz-Standards genügen. Diese sind vom Bauherrn zu tragen.

Mit der Novellierung des Fluglärmgesetzes wird am Fliegerhorst erstmalig eine Nachtschutzzone ausgewiesen. Für den Gesundheitsschutz der umliegenden Bevölkerung sei dies von erheblicher Bedeutung, teilt die Landesregierung mit. Fluglärm könne insbesondere zur Nachtzeit negative gesundheitliche Folgen für Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System (einschließlich Infarktrisiko) haben. Verschiedene Studien hätten das gezeigt.

Die Ansprüche auf passiven Schallschutz entstehen zunächst für die Eigentümer, deren Grundstücke einem Schallpegel von 73 dB(A) tags und 60 dB(A) nachts ausgesetzt sind. Eigentümer von weniger stark betroffenen, aber im Lärmschutzbereich liegenden Grundstücken, erhalten fünf Jahre später einen entsprechenden Anspruch.

Hauseigentümer können sich beim Dezernat 35 der Bezirksregierung Köln unter Telefon 0221/1470 oder per E-Mail an poststelle@bezreg-koeln.nrw.de erkundigen, ob ihr Grundstück in einer Lärmschutzzone liegt und welche Ansprüche geltend gemacht werden können. Dort werden auch die Anträge auf Erstattung von Aufwendungen für bauliche Schallschutzmaßnahmen bearbeitet.

Der Fliegerhorst ist prinzipiell montags bis freitags von 6 bis 24 Uhr geöffnet. Das Geschwader hat sich jedoch in einer Selbstverpflichtung auf allgemeine Platzöffnungszeiten montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr festgelegt.

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