Lärmschutz und L264n bei Ellen vom Tisch?

Von: Jörg Abels
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Nach Prüfung von vier Varianten kommt die Machbarkeitsstudie zu dem Ergebnis, dass eine Verlegung der Tagebaurandstraße bei Ellen große planungsrechtliche Risiken birgt. Eine Lärmschützwand würde dank des Grünzuges (links oben) vom Ort aus nahezu unsichtbar bleiben. Foto: Abels

Ellen. Nach einer neuerlichen Rücksprache beim NRW-Verkehrsministerium ist das Thema Lärmschutzwand entlang der Tagebaurandstraße bei Ellen für Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser „vom Tisch, beziehungsweise mehr als in Frage gestellt”.

Das Ministerium, das einer Verlegung der L264 in östlicher Richtung mangels Kosten-Nutzen-Verhältnisses auch weiterhin keine Priorität einräumt, hatte mitgeteilt, dass die bislang für die Lärmschutzwand vorgesehene Entschädigungszahlung der L257 (Ellen-Morschenich) nun „für ein geeignetes Landesstraßenprojekt im Planungsraum” eingesetzt werden kann; also auch für die von den Ellenern vehement geforderte Verlegung der Tagebaurandstraße, „jedoch nicht mehr für einen Lärmschutz”, interpretiert Heuser den Brief aus Düsseldorf.

Jedoch will das Land der Verlegung nur zustimmen, wenn keine weiteren Kosten entstehen. Das heißt: Ein Dritter müsste die Zeche von bis zu 1,5 Millionen Euro zahlen. Tagebaubetreiber RWE Power hat bereits abgewunken.

„Einen anderen Geldgeber sehe ich nicht”, so Heuser, der zudem an das Gutachten zur Verlegung erinnert, das planungsrechtliche Fragezeichen (unter anderem Verbrauch von Ausgleichsflächen und Tierschutz) aufgeworfen hatte.

Die wurden, so Heuser, zwischenzeitlich von der Bezirksregierung Köln bestätigt. „Eine Verlegung der L264 hat für uns zwar weiter Priorität, ich sehe dafür aber auf absehbare Zeit keine Chance”.
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