Lärmschutz für Ellen? Zusätzlicher Wall ab der K2 gefordert

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Ellen. Nachdem die Stadt Düren das Angebot des Landesbetriebs Straßenbau ausgeschlagen hat, mit anfallenden Erdmassen aus der A4-Verbreiterung einen zusätzlichen Lärmschutzwall für Arnoldsweiler anzuschütten, wirft jetzt die Gemeinde Niederzier ihren Hut in den Ring.

Auf Antrag des CDU-Ortsverbandes Ellen hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, sich beim Landesbetrieb kurzfristig für einen zusätzlichen Lärmschutzwall ab der K2-Brücke in Richtung Huchem-Stammeln auf Ellener Seite einzusetzen.

Bürgermeister Hermann Heuser machte zwar deutlich, dass die Gemeinde Niederzier wie bereits die Stadt Düren weder in der Lage sei, in der Kürze der Zeit – die Verbreiterung soll noch im Sommer erfolgen – die benötigten Flächen anzukaufen noch Baurecht zu schaffen. Trotzdem will die Niederzierer Politik nichts unversucht lassen, die Bürger von Ellen besser zu schützen. „Der Schall wird von der bereits gebauten Lärmschutzwand auf Arnoldsweiler zurückgeworfen und vom Wind nach Ellen getragen“, begründete der designierte CDU-Bürgermeisterkandidat Peter Frohn den Vorstoß.

Ob das Ansinnen der Gemeinde Aussicht auf Erfolg hat, ist jedoch fraglich. Werner Engels, Projektleiter A4-Verlegung beim Landesbetrieb Straßenbau, glaubt nicht, dass ein Anspruch auf zusätzlichen Lärmschutz besteht, und er verweist auf die im Zuge des Planfeststellungsverfahrens angestellten Berechnungen. Lediglich in 26 Häusern am Ellener Südrand würden die Nachtwerte überschritten, so dass passive Schutzmaßnahmen notwendig sind. Die Kosten für einen zusätzlichen Schutzwall müsste der Bund tragen.

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