Nörvenich - L327: Unfallkommission reagiert auf tödliche Verkehrsunfälle

L327: Unfallkommission reagiert auf tödliche Verkehrsunfälle

Von: bugi
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Blumen erinnern an der L 327 an einen tödlichen Verkehrsunfall. Die Strecke soll nun entschärft werden. Foto: B. Giesen

Nörvenich. Die Unfallkommission des Kreises Düren hat reagiert: Auf der Landesstraße 327 soll mit einem Tempolimit, neuen Fahrbahnmarkierungen und einer Leitplanke die Unfallgefahr reduziert werden.

Auf dem kurvigen Abschnitt der L327 zwischen Jakobwüllesheim und Stockheim war Ende Dezember 2015 eine 19-Jährige aus Kerpen in einer Rechtskurve von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Sie starb noch am Unfallort. Mitte August 2016 folgte dann der nächste tödliche Unfall: Eine 19-jährige Nörvenicherin kam in einer Linkskurve von der Straße ab. Auch sie verstirbt noch am Unfallort. Insgesamt gab es seit 2005 auf der zwei Kilometer langen Straße fünf Unfälle.

Drei Maßnahmen vorgesehen

Als Unfallhäufungspunkt ist die Straße damit nicht einzustufen. Die Vertreter des Straßenverkehrsamtes des Kreises Düren, der Kreispolizeibehörde und des Landesbetriebs Straßen NRW wollen die Straße dennoch mit einem Tempo 70-Limit in beide Fahrtrichtungen sicherer machen. Zudem sollen an den Straßenrändern neue Fahrbahnmarkierungen angebracht werden.

Josef Kreutzer, Sprecher der Kreisverwaltung: „Die weißen Linien werden etwas weiter zur Straßenmitte hin aufgebracht, so dass jenseits der Markierungen jeweils noch einige Zentimeter Restasphalt vorhanden sind, die den Reifen nach dem Überfahren der Begrenzung weiter Halt bieten. Mit jeweils rund 3,25 Meter bleiben die beiden Fahrspuren dennoch ausreichend breit. Eine etwa 500 Meter lange Leitplanke rundet das Sicherheitspaket ab. Sie soll verhindern, dass Autofahrer, die von der Straße abkommen, gegen die Bäume prallen, die auf der Nordseite der Straße etwa einen Meter vom Fahrbahnrand entfernt stehen.“

Weil auf der Südseite ein Graben die Straße von den Bäumen trennt, ist dort nach Ansicht der Unfallkommission keine Leitplanke erforderlich. Die Schilder für das Tempolimit sollen nach Auskunft des Kreises kurzfristig aufgestellt werden, sind die Markierungsarbeiten nur bei entsprechendem Wetter möglich. Wann die Leitplanke installiert werden kann, steht noch nicht genau fest.

Vom Tisch ist damit eine andere Lösung: So gab es auch die Überlegung, notfalls Bäume zu entfernen, sollten Leitplanken in dem Straßenabschnitt nicht angebracht werden können.

Auch die Polizei wird diesen Straßenabschnitt weiter im Blick haben: „Wir gehen nicht davon aus, dass bauliche Veränderungen polizeiliche Verkehrskontrollen ersetzen können“, erklärt Melanie Mallmann von der Polizei Düren.

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