„Kunstrukt“: Kunst zwischen Obst und Gemüse

Von: Gudrun Klinkhammer
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In der Alten Stadtgärtnerei in Düren agieren in diesen Tagen rund 20 Künstler der Gruppe „Kunstrukt“. Am Sonntag, 29. Juni, wird von 11 bis 17 Uhr ein großes Kunst-Festival gefeiert. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Derzeit herrscht Leben in der Alten Stadtgärtnerei in Düren. Jeden Nachmittag noch bis Freitag, 27. Juni, malen, kleben und gestalten rund 20 Künstler aus der Region zwischen Spalierobst und Gemüsebeeten Objekte und Bilder aus Recycling-Material. Besucher dürfen zwischen 15 und 19 Uhr ebenfalls gerne zu Farbe und Spachtel greifen und ihrer künstlerischen Ader freien Lauf lassen.

Veranstalter der Aktion „Hauptsache Kunst“ ist der Dürener Künstlerstammtisch „Kunstrukt“. Tanja Bürger und Jutta Gigler, die Initiatorinnen, gründeten den Stammtisch vor einem Jahr. Immer am letzten Dienstag im Monat kommen in Düren im „Komm“ um 19.30 Uhr Laien und Profis zusammen, um sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Tanja Bürger: „Inzwischen sind wir über 30 Leute, die pro Treffen dabei sind.“ Aufgrund des bisherigen Erfolges, zu dem unter anderem eine erste Gemeinschaftsausstellung im vergangenen November im Dürener Forum zählte, ging „Kunstrukt“ nun das Projekt „Hauptsache Kunst“ im Rahmen mehrere „Kunstruktiv-Tage“ an.

In der Stadtgärtnerei stellen sich die Künstler den Besuchern und binden sie mit ein. Acht Gruppen beackern unterschiedliche Themenfelder. Die Bootsgruppe zum Beispiel gestaltet einen waschechten Schiffsrumpf, das Segel wird aus bemalten CD bestehen und gehisst. Die Mosaikgruppe nutzt alte Keramikscherben vom Betriebshof, um neue Bilder zu kreieren und die Stuhlgruppe verziert Sitzgelegenheiten mit Blumen und Schachteln.

Segel aus bemalten CD

Was die Tanja Bürger und Jutta Gigler an der Lokalität zu schätzen wissen ist die zauberhafte Ausstrahlung. „Die Alte Stadtgärtnerei hier ist der schönste Ort in ganz Düren“, da sind sich die Akteure sicher. Auch bietet die Gärtnerei die Möglichkeit, wetterunabhängig zu arbeiten. Stadtgärtnerin Beate Steiger-Nohr öffnet den Künstlern Tür und Tor. Sowohl in der großen Lagerhalle als auch in den verschiedenen Treibhäusern dürfen sie sich ausbreiten und arbeiten. Das mehrstöckige Glashaus wird als Ausstellungsfläche vorgehalten. Jeder teilnehmende Künstler kann hier einige seiner Arbeiten zeigen.

Richard Müllejans, Betriebsleiter des Dürener Service Betriebs und damit zuständig für die Stadtgärtnerei, sagte: „Schön, dass hier die Flamme der Inspiration entzündet wurde.“ Tatsächlich hatten die Verantwortlichen während der Eröffnung der „Kunstruktiv-Tage“ am Montagnachmittag eine Kerze entzündet.

Am kommenden Sonntag, 29. Juni, wird „Hauptsache Kunst“ mit einem Kunst-Festival enden. Zwischen 11 und 17 Uhr findet in der Stadtgärtnerei ein buntes Programm mit Musik, Shows und Workshops statt.

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