Kunstpreis des Kreises Düren für Thomas Kellner

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Die Jury hat sich für Thomas Kellner als neuen Träger des Kunstpreises des Kreises Düren ausgesprochen.

Kreis Düren. Der Fotokünstler Thomas Kellner ist der Träger des mit 5000 Euro dotieren Kunstpreises des Kreises Düren 2009. Kellner, Jahrgang 1966, wurde in Bonn geboren und wohnte von 1968 bis 1989 im Kreis Düren, ehe er nach Siegen zog, wo er seither lebt und arbeitet.

In seinen großformatigen Lichtbildern begegnen sich Fotografie, Collage und Film. Schon während seines Kunststudiums von 1989 bis 1996 an der Universität Siegen experimentierte Kellner mit selbstgebauten Lochkameras und schuf verschieden Werkserien.

Seit 1997 fotografiert er bekannte Bauwerke, die aufgrund seiner kaleidoskopartigen Kompositionstechnik vor den Augen des Betrachters einzustürzen oder auseinander zu fallen drohen. Was einst mit dem Eiffelturm in Paris begann, hat der ehemalige Schüler des Wirteltor-Gymnasiums zu seinem ganz eigenen, unverwechselbaren Stil perfektioniert. „Dancing Walls” ­

„Tanzende Mauern” - heißt eine Publikation sehr treffend. „Nach Volker Saul, Julia Seidensticker und Dr. Herbert Falken haben wird mit Thomas Kellner erneut einen Preisträger, der die Jury mit seinen herausragenden Arbeiten voll und ganz überzeugt hat”, berichtete Landrat Wolfgang Spelthahn nach der Entscheidung hinter verschlossener Tür.

Insgesamt 40 Künstler hatten sich nach der öffentlichen Ausschreibung um den Preis beworben, den der Kreis Düren mit Unterstützung der Sparkasse Düren alle zwei Jahre auslobt. Neben dem Preisgeld erhält der Sieger eine Einzelausstellung samt Katalog, dessen Herstellung mit weiteren bis zu 5000 Euro gefördert wird.

Dass die Jury, die aus Vertretern aller Kreistagsfraktionen sowie ausgewiesenen Kunstexperten besteht, keine leichte Arbeit hatte, bestätigte Prof. Dr. Frank Günter Zehnder. „Die Qualität der eingereichten Werke war außerordentlich hoch”, so der Kunsthistoriker. Auffällig zudem sei der Trend zur Fotokunst.

In mehreren Durchgängen bildete die Jury sich ihr Urteil, das dann zugunsten Kellners ausfiel. „Er arbeitet mit einem Verfremdungseffekt, der hoch künstlerisch ist, und beteiligt den Betrachter sehr intensiv an seinen Bildern”, charakterisierte Zehnder das Werk des vierten Preisträgers. Kellner hatte seit 1970 in Langerwehe gewohnt, war in Arnoldsweiler und Kufferath zu Hause, um sich dann nach seinem Ersatzdienst zum Studium in Richtung Siegen zu verabschieden.

1996 war sein Langzeitprojekt allerdings schon mit dem Kodak-Nachwuchs-Förderpreis prämiert worden. „Ich freue mich über den Kunstpreis auch deswegen ganz besonders, weil meine Wurzeln ­ sprich meine Familie ­ immer noch im Kreis Düren liegen und mich viele Künstler aus dem Kreis Düren auf diesen Weg gebracht haben.” Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Festaktes im Frühjahr in der Kreisverwaltung Düren statt. Seine Einzelausstellung ist für das Frühjahr 2010 im Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich geplant.
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