Kunstinitiative will neue Proberäume für Musiker schaffen

Von: han
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Sie hoffen auf einen Umbau der noch wenig anheimelnden ehemaligen Produktionshalle zu Proberäumen für Bands: Achim Hellenthal (r.) und Rüdiger Schmidt von der Kunstinitiative Düren. Foto: Schmitz

Düren. Im Moment sind alle in einer Warteschleife und umkreisen das Projekt Zimmermann und Jansen, in dem neue Proberäume für Musiker und ein Veranstaltungssaal entstehen sollen: Die Dürener Kunstinitiative (KID) wartet auf eine städtische Bürgschaftszusage.

Gleiches gilt für die gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Low tec, die den Komplex gekauft hat, um mit dem Umbau beginnen zu können. Die Bands, um die es geht, scheinen in ihren bisherigen Proberäumen nur noch den Clash Hit „Should I stay or should I go” zu üben. Und im Dürener Rathaus wartet ein „irritierter” Bürgermeister Paul Larue angesichts der gegensätzlichen Aussagen, ob die Musikgruppen in der Molkerei bleiben oder gehen.

Widersprüche klären

Grundsätzlich ist Paul Larue bereit, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung betonte, mit dem Rat der Stadt über eine Bürgschaft zu diskutieren. Voraussetzungen seien aber „verlässliche Informationen und einhellige Meinungen”. Die Widersprüche müssten in Gesprächen geklärt werden, bevor etwas in Gang gesetzt würde. Sein Gesprächsangebot an KID sei aber bisher noch nicht angenommen worden.

Gesprächig waren aber die KID- Sprecher Achim Hellenthal und Rüdiger Schmidt bei einem Ortstermin in der früheren Produktionshalle. Sollte alles nach ihrem Plan laufen, könnten bis Ende des Jahres 35 neue Proberäume, ein Veranstaltungssaal - rund 500 Quadratmeter groß -, ein Café und ein „Energieboulevard” mit Unternehmen aus der Energiebranche entstehen. Die Baukosten lägen zwischen 900.000 und 1,1 Millionen.

Der Betrag, über einen Kredit finanziert, würde sich aber auf rund 750.000 Euro verringern, so Low tec-Geschäftsführer Josef Macherey, wenn in einer Zusammenarbeit mit der Jobcom Qualifizierungsmaßnahmen mit entsprechenden Zuschüssen realisiert würden. Die Investitionssumme würde später durch Mieteinnahmen sowie Mitteln aus der NRW-Stiftung gedeckt und bei Mietausfällen durch die Bürgschaft der Stadt abgefedert.

Macherey wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Dürener CDU-Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel dieses Projekt unterstützen würde.

Sollten einmal die Pläne des Architekten Marcus Laufenberg Realität werden, wird auf die bestehende Halle ein Geschoss aufgesetzt. Rund 1500 Quadratmeter Probenfläche entstünden.

Die alte Mensa, in der schon eine Bühnentechnik vorhanden ist, wäre nach Meinung der Initiatoren ein idealer Veranstaltungsraum. Die Heizungsanlage sei noch intakt. Ein neuer Gas- und Wasseranschluss werde derzeit gelegt. Und Probleme mit dem Denkmalschutz gibt es laut Josef Macherey auch nicht. Die Einrichtungen, die erhalten bleiben müssen, würden in den Umbau integriert.
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