Heimbach - Kunstakademie: Trägerverein in Heimbach gegründet

Kunstakademie: Trägerverein in Heimbach gegründet

Von: Fred Schröder
Letzte Aktualisierung:
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Die ersten Dozenten sind schon da: Otmar Alt (von links), Herb Schiffer, Walter Dohmen und Arno Schlader. Foto: Schröder

Heimbach. „Die Stadt ist schon ein Mekka der Kammermusik; jetzt wird sie auch noch ein Mekka der bildenden Kunst”: Nicht nur bei Landrat Wolfgang Spelthahn war viel Euphorie zu spüren bei der Gründung des Trägervereins Kunstakademie Heimbach am Mittwoch im Hotel Klostermühle.

Der designierte Direktor der Akademie, Prof. Dr. Frank Günther Zehnder, stimmte mit Spelthahn in der Beurteilung überein, die Akademie werde in vorbildlicher Weise nicht nur die Kunst fördern; darüber hinaus ergänzten sich hier Kultur-, Tourismus- und Wirtschaftsförderung in vorbildlicher Weise.

Bereits im Juni soll der Lehrbetrieb in der nach Plänen des einheimischen Architekten Peter Holdenried zur Akademie umgebauten Burg Hengebach in greifbare Nähe rücken. In der Vorstellung seiner Konzeption sprach Prof. Zehnder von „einer Stätte für Bildung und Ausbildung, die alle Interessenten an Kunst und schöpferischem Tun nutzen können”.

Sämtliche Sparten der bildenden Kunst sollen vertreten sein, und auch den neuen Medien wird ein breiter Platz eingeräumt. Gearbeitet wird in Klassen, deren Zusammenstellung nach Fähigkeiten und Interessen der Akademiebesucher erfolgen wird.

Auf rund 1300 Quadratmetern Nutzfläche sollen die notwendigen Räume entstehen. „Unser oberstes Ziel ist die Weckung der Kreativität, denn nach Pablo Picasso ist jeder Mensch ein Künstler”, spannte der künftige Direktor einen weiten Bogen künstlerischer Angebote. Auch die ersten Dozenten stellte Prof. Zehnder vor.

Die über die Grenzen des Kreises hinaus bekannten Künstler Otmar Alt, Walter Dohmen, Herb Schiffer und Arno Schlader haben ihre Mitwirkung zugesagt. Um dem internationalen Anspruch gerecht zu werden, kommen namentlich bereits bekannte Künstler aus Spanien, der Schweiz, der Türkei und China nach Heimbach.

Auch der Kölner Künstler Rolf Jahn wird zum Dozententeam gehören, das noch erweitert wird. Unter dem Motto „Neue Kunst in alten Mauern” werde die Akademie werben in einem großen Einzugsgebiet, das bis in die Eurogie-Länder, den Raum Trier und das Ruhrgebiet reicht. Mit rund 200.000 kunstinteressierten Bürgern im Einzugsgebiet rechnet Prof. Zehnder.

Landrat Wolfgang Spelthahn dankte den Heimbacher Stadträten, „die mit Gottvertrauen und Vertrauen in den Bürgermeister der Vision gefolgt sind und eine Entscheidung von großer Tragweite getroffen haben”. Nun habe Heimbach „zwei Leuchttürme der Kunst im Kreis Düren” und der Nationalpark Eifel ein Angebot für die Touristen, „wenn das Wetter das Wandern mal nicht zulässt”.
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