„Kulturrucksack“: Spaß mit Gips und Hörnern

Von: Anneliese Lauscher
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Die Kinder produzierten im Projekt „Kulturrucksack” Kunst und Klänge. Es machte ihnen viel Freude, viele unterschiedlich Musikinstrumente kennenzulernen. Foto: Anneliese Lauscher

Heimbach. Der „Kulturrucksack“, ein vom Land NRW gefördertes Projekt, war in Heimbach gepackt. In der Internationalen Kunstakademie fanden sich zehn Kinder ein, die zum Thema „Kunst und Klang“ verschiedene Anleitungen bekamen und sich nach Herzenslust kreativ betätigen durften.

Die Jungen und Mädchen zwischen neun und 14 Jahren nahmen begeistert die Angebote an. Zum einen ging es um Musik auf nicht alltäglichen Instrumenten, zum anderen darum, selbst eine Maske anzufertigen. Dazu hatte der Schauspieler und Theatertrainer Andreas Schmid, der an der Kunstakademie als Dozent tätig ist, die Vorbereitungen getroffen. Die Kinder cremten ihr Gesicht ein, damit die Haut geschützt war; dann wurden Gipsplättchen auf das Gesicht gelegt – man konnte wählen, ob man eine ganze Gesichtsmaske oder eine halbe nimmt. Die Gipsplättchen wurden mit Wasser verbunden. Dann kam der schwierigste Teil, wie Schmidt lächelnd verriet: Man durfte eine Zeitlang das Gesicht nicht verziehen, also auch nicht sprechen. „Das fällt den Mädchen besonders schwer“, sagte er, „aber wenn man redet, gibt es Risse.“

Musik mit Kuhhörnern

Die Maske wurde vorsichtig abgenommen, wenn sie fest genug war; und schließlich bemalten die Kinder sie, wie es ihnen gefiel. Die ganze Zeit ging es ziemlich ruhig und konzentriert zu.

Aus dem Klangprojekt dagegen hörte man laute Musik. Hierfür stellten Christine Krull-Kosubek und Stephan Wester eine Reihe Instrumente zur Verfügung. Man könne mit den wunderlichsten Dingen Musik machen, lernten die Kinder, beispielsweise mit Knochenflöten, mit Gems- oder Kuhhörnern. Außer Trommeln in verschiedenen Größen probierten sie Kalebassen aus, die zu Rasseln gemacht worden waren. Mit einem Netz aus harten Samenkörnern oder aus Holzstückchen bespannt, ergaben sie ein wundervolles Percussions-Instrument. Nach einigem Ausprobieren gelang ein mystisch klingender Vortrag draußen auf der Burgtreppe, den manch ein Besucher staunend verfolgte.

Die Kunstakademie kooperiert beim Kulturrucksack mit dem Burgenmuseum Nideggen; dort werden Kurse und Workshops angeboten, bis am 21. November die Schlussveranstaltung in Nideggen stattfindet. Diese wird unter dem Motto „Gespenstertreffen in Klang- und Sagenwelten“ stehen.

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