Kulturolympiade: Für die Gewinner geht es nach Herne

Von: erk
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Überzeugten mit vielen Gedichten, Liedern, Tänzen und Theaterstücken: die Teilnehmer der Kulturolympiade. Foto: Erkens

Düren. Über das Ziel waren sich am Sonntag alle Anwesenden in der Arena Kreis Düren einig: Die Fremdheit überwinden und ein Stück weiter zusammenrücken. Dafür hatten sich die Organisatoren eine ganz besondere Idee ausgedacht: die deutsch-türkische Kulturolympiade als bundesweiter Kultur- und Sprachwettbewerb. Am Sonntag fand das Regionalfinale für die Region statt.

Knapp 2000 Menschen, überwiegend türkische Mitbürger, waren in die Arena geströmt, um dem bunten und kreativen Wettbewerb beizuwohnen. Auf der Bühne übten sich 90 Schüler zwischen zwölf und 19 Jahren in Vorträgen in deutscher und türkischer Sprache. Der Clou dabei: Meist trugen die türkischen Kinder Beiträge in deutscher Sprache vor, die deutschen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund wiederum viele Beiträge in türkischer Sprache. In spielerischer Form konnten die vielen Kinder so die andere Kultur mit ihren Traditionen, Bräuchen und Eigenheiten besser kennenlernen. Lieder, Gedichte, Tänze und kurze Theaterstücke gehörten zum umfangreichen und mehrstündigen Programm in der Arena.

So versuchten sich etwa türkische Kinder an einer Theaterfassung von „Wilhelm Tell“, während andere Nenas Song „99 Luftballons“ zum Besten gaben. Auch Folkloretänze und Volkslieder beider Kulturen gehörten zum Repertoire des bilingualen Wettbewerbs. Von den rund 300 Schülern von Schulen aus Düren, Köln, Aachen und Umgebung hatten sich 90 für das Regionalfinale qualifiziert. In 18 Kategorien traten die Talente an, wobei sich die Kategorien nach dem jeweiligen Sprachlevel richten. Eine sechsköpfige Jury wertete alle Beiträge.

Kriterien waren dabei die Sprachsicherheit, die Stimme oder die Bewegung während der Aufführung. Die Sieger aus Düren und den anderen zwölf Regiofinals dürfen sich auf eine Reise zum Halbfinale nach Herne am 10. März freuen. Können sie sich auch dort durchsetzen, winkt das Finale in der Westfalenhalle. Und da der Wettbewerb länderübergreifend durchgeführt wird, geht es für die Gesamtsieger im Sommer nach Istanbul zum Weltfinale der Kulturolympiade. Die Anwesenden lobten die Idee für ein besseres Miteinander mit Applaus für die Künstler und ihre Darbietungen. Regionalpartner war der Ideal Bildungsverein.

Für die nächste Runde haben sich qualifiziert: die Theatergruppe des Gymnasiums Dialog aus Köln, die Tanzgruppe des Phoenix Tanzvereins aus Köln, die Tanzgruppe des Otto-Hahn-Gymnasiums aus Monheim und die Tanzgruppe Turkuaz aus Hilden. Ebenfalls zum Halbfinale reisen Jasmin Karduli (Düren), Rümeysa Birekul (Köln), Siyami Alan (Siegen), Esra Tabaru (Gummersbach), Tuba Kekeç (Aachen), Ömer Taifun (Gummersbach), Julius Büsche (Köln), Karla Rebecca Toufan (Köln), Irem Erolu (Gummersbach), Rümeysa Ylmaz (Siegen), Aleyna Basel (Köln), Erva Kaya (Köln), Eda Ersann (Köln) und eyma alolu (Siegen).

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