Kulturhauptstadt: Düren kann von Maastrichts Bewerbung profitieren

Von: sj
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Maastricht bewirbt sich um den Titel Kulturhauptstadt Europas – und auch Düren ist mit im Boot. Allerdings sei die Werbung noch zu sehr auf das Leopold-Hoesch-Museum begrenzt, findet die SPD. Foto: Johnen

Düren. Maastricht ist Kandidat für den Titel Kulturhauptstadt Europas 2018 – und die ganze Euregio Maas-Rhein ist mit im Boot. Auch die Stadt und der Kreis Düren können davon profitieren, sind sich die Sozialdemokraten an der Rur sicher.

„Es ist der Leiterin des Leopold-Hoesch-Museums zu verdanken, dass die Bewerbung überhaupt ein Thema in Düren geworden ist“, erkennt Henner Schmidt, SPD-Fraktionschef im Dürener Stadtrat, die Bemühungen von Dr. Renate Goldmann an, auch die Stadt Düren Teil des Bewerbungsprozesses werden zu lassen. „Aber die Werbung ist sehr aufs Museum begrenzt“, fügt er hinzu. Um das zu ändern, wird die SPD zunächst in der kommenden Sitzung des städtischen Kulturausschusses einen Antrag präsentieren.

Unter dem Titel „Kultur am Fluss, Kultur im Fluss“ schwebt den Sozialdemokraten vor, allen Künstlern und Museen, aber auch der Industrie und Initiativen eine Rahmen zu bieten, die Kulturlandschaft entlang der Rur in all ihren Facetten und mit all ihren geschichtlichen Wandlungen zu präsentieren. „Der Kulturbegriff, so wie die Stadt Maastricht ihn bei ihrer Bewerbung definiert, ist sehr weit gefasst“, erklärt SPD-Kulturpolitiker Hein Heidbüchel. Von der Industriekultur bis zur Baukultur gebe es viele Möglichkeiten, die Kultur an der Rur „europaweit bekannt zu machen“.

„Die Stadt Düren und das Gebiet entlang der Rur sind bei der Bewerbung bisher unterrepräsentiert“. nennt Henner Schmidt einen Grund, jetzt „noch einmal einen Impuls in die Region zu geben“. Bis zum 12. Juli müssen die Bewerbungsunterlagen zur Kulturhauptstadt Europas 2018 eingereicht worden sein, über die Vergabe des Titels werde am 4. September entschieden. Der Koordinierungskreis in Aachen sei „offen für diese Vorstellungen“, sagte Heidbüchel. „Wir haben also noch drei Monate Zeit, viele Ideen zu sammeln, sie zu bündeln und uns als Rur-Region zu präsentieren“, ist Henner Schmidt vom Erfolg überzeugt. „Die Tatsache, dass diese Bewerbung bisher kein Thema war, zeigt, wie es bei uns in Düren um die Kultur bestellt war“, bedauert er aber zugleich.

Henner Schmidt und Rolf Heidbüchel laden alle Bürger, (Sport-)Vereine, Firmen und Kulturschaffenden ein, sich Gedanken über Projekte zu machen und Ideen zu entwickeln. „Die konkrete Ausarbeitung kann noch erfolgen, wenn Maastricht den Zuschlag erhalten hat“, sagt Schmidt. Denkbar sei beispielsweise ein euregionales Jazz-Festival, aber auch Jugendprojekte stünden der Region gut zu Gesicht.

Die Kosten für den Projektzeitraum beziffert Schmidt mit rund 200.000 Euro über sechs Jahre. Mit diesem Geld sollen die konkreten Kulturprojekte realisiert werden. „Wir sollten die Chance nutzen“, wirbt Henner Schmidt um Unterstützung.

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