Landschaftsverband rückt die Nideggener Stadtmauer in den Mittelpunkt

Kulturerbejahr: Landschaftsverband rückt Stadtmauer in den Mittelpunkt

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Soll zum Europäischen Kulturerbejahr eine herausgehobene Rolle spielen: Die Nideggener Stadtmauer. Foto: Burkhard Giesen
Stadtmauer
Die historische Stadtmauer von Nideggen gilt als eine der am besten erhaltensten Mauerringe und ist nur wenig erforscht. Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 soll sich das ändern. Grafik: Max Schröder, LVR/AN

Nideggen. Das kulturelle Erbe zu teilen und neu zu entdecken ist das Ziel des Europäischen Kulturerbejahres, das die Europäische Kommission für 2018 ausgerufen hat. Gemeinsame europäische Geschichte auch lokal erforschen, steht dabei im Mittelpunkt.

„European Cultural Heritage Year“, oder kurz Echy, heißt das Projekt, bei dem Deutschland sich schwerpunktmäßig insbesondere mit dem baukulturellen Erbe auseinandersetzen will. Als wichtigen Beitrag aus der Region hat das Amt für Denkmalpflege im Rheinland unter diesem Gesichtspunkt für ein Projekt in Nideggen entschieden. „Stadt - Land - Burg: Die Mauern von Nideggen“ greift das Leitthema „Europäische Stadt“ auf und wendet sich an Nideggener Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen.

In Kooperation mit der Jugendbauhütte NRW-Rheinland gilt es, in zwei Projektwochen im April und Mai 2018 die kaum erforschte Geschichte von Nideggen lebendig werden zu lassen. Es werden dabei völlig neue Fragen an die Mauern gestellt, und sie sollen dabei von Kindern und Jugendlichen beantwortet werden. Burgen und ummauerte Städte des Mittelalters gehören allerorten in Europa zu den kulturlandschaftlich prägenden Faktoren.

In Nideggen hat sich ein vollständiger, Burg und Stadt umschließender Mauerring erhalten, und dies trotz der Zerstörungen durch Raubbau, Erdbeben und zwei Weltkriege. Exemplarisch lässt sich der Mauerring auf übergeordnete Themen der europäischen Geschichte hin befragen, die von der Burg und Stadt als Herrschaftssymbol über die Verfassung der mittelalterlichen Stadt zur Burgenromantik des 19. Jahrhunderts und zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg reichten. Kinder und Jugendliche erforschen die verschiedenen Bedeutungsschichten gemäß ihrem Alter detektivisch.

Beteiligt sind die Gemeinschaftsgrundschule Burgblick sowie die Sekundarschule Kreuzau-Nideggen. Das Projekt wird unterstützt durch die Stadt Nideggen, den Kreis Düren, den Geschichtsverein Nideggen, das Kreisarchiv Düren sowie das Burgenmuseum Nideggen. Die Vorbereitungen für die Projektwochen laufen bereits auf Hochtouren, die genauen Planungen sollen im Januar der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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