Kürbisfratzen? Nein, im Horrorhaus spukt‘s richtig!

Von: Sarah Maria Berners
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Einblicke in das Gruselkabinett von Jenny und Daniel Eicker: Das ganze Jahr über arbeiten die beiden an Requisiten für die Halloween-Party in der „Gruft zu Eicker“ vor. Foto: Sarah Maria Berners
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Einblicke in das Gruselkabinett von Jenny und Daniel Eicker: Das ganze Jahr über arbeiten die beiden an Requisiten für die Halloween-Party in der „Gruft zu Eicker“ vor. Foto: Sarah Maria Berners
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Einblicke in das Gruselkabinett von Jenny und Daniel Eicker: Das ganze Jahr über arbeiten die beiden an Requisiten für die Halloween-Party in der „Gruft zu Eicker“ vor. Foto: Sarah Maria Berners

Langerwehe. Schon als Kind war Jenny Eicker nicht gerade ängstlich. „Geisterbahnen fand ich immer toll“, erinnert sie sich. Als sie älter wurde, entdeckte sie Horrorfilme für sich – und jetzt verwandelt sie mit ihrem Ehemann Daniel einmal im Jahr ihre Garage und einen Anbau in ein Horrorhaus.

Zu Halloween geht es bei den Eickers blutig zu, ein Besuch in dem Haus gegenüber des Langerweher Friedhofes ist nichts für zartbesaitete Menschen. Ausgehöhlte Kürbisse, die eher niedlich als gruselig sind, sucht man vergeblich. „In Horrorfilmen spielen die ja auch keine so große Rolle“, sagt Jenny Eicker augenzwinkernd.

Faible für das Verrückte

Der Eingangsbereich mutet im Vergleich noch harmlos an – und trotzdem müssen Kinder, die Süßigkeiten ergattern möchten, eine Mutprobe bestehen. Umso tiefer man in das Haus vordringt, umso höher wird quasi die „Altersfreigabe“. „Kinder unter 14 Jahre sollten manche Räume besser nicht betreten“, sagt Jenny Eicker zum Beispiel über das „Schlachthaus“ im hinteren Teil des Horrorhauses.

Was genau die Eickers am Gruseln fasziniert, können sie nicht in Worte fassen. Irgendwie haben sie einfach ein Faible für das Verrückte. Neben der Vorliebe für gruselige Filme, passt aber auch ein weiterer Aspekt gut zu dem amerikanischen Exportschlager Halloween: „Verkleiden und in eine andere Rolle schlüpfen macht einfach Spaß“, sagt Jenny Eicker. Und außer Karneval gebe es dafür ja nicht so viele Anlässe.

Da kam Halloween gerade recht. Vor vier Jahren haben die Langerweher begonnen, ihre Freunde zu einer gruseligen Party einzuladen. Es ist ein Hobby entstanden, dem die Eickers viel Zeit widmen. So haben sie in diesem Jahr nach den harmonischen Weihnachtstagen damit begonnen, Grabsteine aus Styropor zu basteln.

Einen Monat vor der großen Party werkeln die Eickers jeden Tag drei bis vier Stunden an ihrem Gruselhaus. Zombies, Skelette und Geister – teilweise animiert und beleuchtet –, „abgeschnittene“ Körperteile, Spinnweben und ein elektrischer Stuhl machen die Szenerie im Gruselkabinett komplett. Aus Schaufensterpuppen, Bauschaum und roter Farbe haben die Eickers eine grausame Szenerie im Schlachthaus geschaffen.

„Als ich die Puppen im Auto transportiert habe, fuhr die Polizei ganz langsam an mir vorbei und hat mich genau beobachtet“, erzählt Jenny Eicker. Da habe auch ihr Herz schneller geschlagen – so, wie heute Abend die Herzen ihrer Gäste. Eingebettet wird das Ganze in eine Art Drehbuch. Zur gruseligen Kulisse gehört auch eine grausame Geschichte: von einem Clown, der nicht gerade viel mit den lustigen Zeitgenossen aus der Zirkusmanege gemeinsam hat.

Einmal im Jahr gönnt sich die Familie eine animierte Gruselfigur, die sie in den USA bestellen. „Vor einigen Jahren gab es diese Art von Halloween-Dekorationen in Deutschland noch gar nicht. Mittlerweile findet man auch hier immer mehr, was über Kürbisse hinausgeht“, sagt Jenny Eicker. Über das übliche Maß hinaus gehen auch die Verkleidungen der beiden Gastgeber, die jedes Jahr noch ein Schippchen drauflegen. „Ich schätze, dass ich heute zwei bis drei Stunden für mein Make-up brauche“, sagt Jenny Eicker, die das beste Kostüm ihrer Gäste mit einem Pokal belohnt. Bis dahin ist noch viel zu tun. „Wir brauchen alleine eine halbe Stunde, um alle Lichter und animierten Figuren anzumachen“, erzählt Jenny Eicker.

Die rund 50 Gäste können sich heute Abend auf was gefasst machen. Sicher lauert in der ein oder anderen Ecke noch eine böse Überraschung...

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