Künstliche Gelenke haben sich bewährt

Von: bel
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Hans Willi Meissen und die Ärzte Jörn Hillekamp, Manfred Hausmann-Albers und Andreas Maier (von links) informierten bei der Veranstaltung im Haus der Evangelischen Gemeinde zum Thema „Knochen und Gelenke“. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. „Die Endoprothetik, der Ersatz kranker Gelenke durch künstliche Gelenke“, stellte Dr. Jörg Hillekamp fest, „ist eines der erfolgreichsten Verfahren in der medizinischen Versorgung.“ Der Leitende Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie am St.-Augustinus- Krankenhaus Lendersdorf konnte mit zahlreichen Beispielen aufwarten – belegt durch Fotos – die zeigten, wie sich Menschen unterschiedlichen Alters nach dem Einsatz von Hüft- und Kniegelenken zumindest teilweise wieder schmerzfrei bewegen können.

Der Fachrzt verbannte einige Berichte in Zeitungen und Magazinen der vergangenen Jahre in den Bereich der Legenden und Sagen. „Mit der Kunsthüfte zum Marathon“ hatte es da geheißen, eine Schlagzeile die suggerierte, dass Menschen mit neuen Hüften außergewöhnliche Leistungen vollbringen könnten.

Das seien Ausnahmen und könnten nicht verallgemeinert werden. Denn wenig später sei in denselben Magazinen über die steigenden Operationszahlen geschimpft worden, ergänzte Hillekamp. Dr. Hillekamp und seine Kollegen Dr. Manfred Hausmann-Albers, Chefarzt der Unfallchirurgie, sowie Dr. Andreas Maier, ärztlicher Leiter der orthopädisch-traumatologischen Rehabilitation im Lendersdorfer Krankenhaus, nahmen die Zeitungsmeldungen gelassen, kann das Krankenhaus an der Rur doch auf glänzende Ergebnisse blicken.

So ist die gesamte Klinik zertifiziert, das heißt sie ist in den letzten Jahren immer wieder gründlich überprüft worden und wird immer wieder getestet, ansonsten gäbe es keine Zertifizierung. 2011 gab es im Krankenhaus Lendersdorf keine einzige Infektion, 2012 war es gerade mal ein Fall. Auch da liegt das Martinus-Hospital bundesweit unter dem Durchschnitt.

Seit April letzten Jahres arbeitet die „Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie“ mit dem Rundumversorgungsprogramm „Rapid Recovery“. Individuell wird jeder Patient in diesem Programm möglichst schnell an ein normales Leben herangeführt. Hausmann-Albers nahm den Gästen im Saal der Evangelischen Gemeinde zu Düren die Angst vor „Brüchen bei vorhandener Prothese“. Denn da gibt es für jeden Fall Eingriffsmöglichkeiten, die den Prothesenträger auch nach Bruch wieder rasch ans Gehen bringt.

Dr. Maier stellte die vielen Möglichkeiten einer „Ambulanten Rehabilitation nach Gelenkersatz und unfallchirurgischen Eingriffen“ vor. Im Dürener Rehabilitationszentrum (DRZ) im Krankenhaus Lendersdorf sorgen Diplom-Sportlehrer, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister dafür, dass der Patient in kürzester Zeit wieder „auf die Beine kommt“.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der AOK Düren-Jülich durchgeführt, deren Vertreter Hans Willi Meissen die Gäste begrüßte.

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