Künstler Peter Sokol entdeckt in Hölzern lebendige Strukturen

Von: Bruno Elberfeld
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Die Künstler Elke Maul-Undorf und Peter Sokol (v.r.) präsentierten sich in einem Kaminsessel aus Schwemmholz. Marlies Sokol (l.) hat die Kissen gepolstert. Foto: bel

Heimbach. Wenn Peter Sokol ein Stück Holz, egal welcher Größe, egal welcher Sorte, sieht, dann sieht er sofort eine Form: „Es ist wie mit Wolkenformationen“, erklärt der Künstler den Vorgang, „da sehen viele Menschen ja auch Tiere oder Menschen.“

So entdeckt Peter Sokol bei vielen Hölzern lebendige Strukturen oder Objekte aus dem Alltagsleben. Die Hölzer sind meist von Bächen und Flüssen angeschwemmt. Jetzt aber sind sie in einer Ausstellung im Haus des Gastes in Heimbach zu sehen. Seine Fundstücke nimmt Sokol gewöhnlich mit in seine Werkstatt, wo er sie sanft bearbeitet. Er glättet sie, putzt sie heraus, verleiht ihnen Haltbarkeit.

„Ich lasse dem Holz die Freiheit der gewachsenen Form“, beschreibt der Künstler seine Philosophie, „und ermögliche jedem Betrachter seine eigene Interpretation.“ Hier steht ein Giraffenkopf, die Maske mit der dicken Lippe, der Dornoktupus, eine Eidechse, eine Monsterechse unweit vom Drachen Barrakuda und dem Urhirschen. Hier und da werden auch andere Deutungen möglich sein. Sicher ist, dass Peter Sokol an der Urform seiner Holzfunde nichts ändert. Nicht zu vergessen das liebevoll zusammengestellte Floß und der Kaminsessel aus Schwemmholz. Sokols Ehefrau Marlies hat dabei Hand und den Sessel bepolstert.

An den Wänden und Stellwänden schauen den Besuchern teils wuchtige Gemälde von Sokols Partnerin Elke Maul-Undorf entgegen. Sie beeindrucken einerseits mit religiösen Inhalten andererseits mit Landschaften: Eine riesige Tropfsteinhöhle, eine Eishöhle, eine Felsenlandschaft, ein rauschender Wasserfall, sie alle prägen sich in das visuelle Gedächtnis der Besucher.

Die Malerin hat ein Faible für menschliche Augen, malt sie in verschiedenen Techniken auf Leinwände, einmal mit Flüssigmetall auf Holz patiniert oder einfach mit Acryl auf Leinwand.

Ein weiblicher Akt kniet in einer riesigen Baumhöhle, daneben ein Schauspieler im Outfit einer Heuschrecke. Die Laudatio auf die Aussteller hielt Marianne Bresgen. Gefühlvoll stimmte sie die Besucher mit Didgeridoo, Ocean Drum und Gong in die Ausstellung ein. Die Werke sind bis zum 27. November täglich von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen.

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