Künstler Heinz Kasper stellt auf Schloss Burgau aus

Von: Christoph Hahn
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Philosoph und Bildender Künstler in einer Person: Heinz Kasper setzt in seiner Ausstellung auf Schloss Burgau die Wahrheit ins Bild. Foto: ch

Düren. „Schön, dass Sie wieder nach Düren zurück gefunden haben.“ Dürens Bürgermeister Paul Larue konnte und wollte seine Freude nicht verbergen. Denn der neue Gast auf Schloss Burgau ist in der der Kreisstadt aufgewachsen und nach vielen Jahren auch wieder dorthin zurückgekehrt.

Heinz Kasper, inzwischen 74 Jahre alt und in Nordhessen ansässig, nimmt den Betrachter an repräsentativer Stätte mit einem faszinierenden Wechselspiel aus Bildender Kunst gefangen.

Zahlreiche Besucher

Zahlreiche Besucher zollten dem gebürtigen Hamburger am Sonntag bei der Eröffnung Tribut. Denn im Grunde seines Herzens ist Kasper nie wirklich von Düren weg gewesen und hat nie seine Wurzeln und Kontakte hierhin gekappt. Das vergelten ihm seine Bekannten und Freunde mit Anhänglichkeit und Interesse. Dabei macht es dieser Künstler dem Betrachter seiner Kunst nicht leicht und will im Übrigen nicht mit dekorativen Bildern glänzen. Heinz Kaspers Kunst ist zu einem großen Teil Gedankenkunst.

Die Leinwand und Farbe werden zu Ideenträgern. Es geht Kasper nicht um das Schmücken von Räumen, um Futter für die Augen und andere Sinne. Im gleichen Maße, in dem er Bildender Künstler ist, ist der Gast auf Burgau auch Philosoph. Und so kam der Bürgermeister bei der Vernissage dazu, doppeldeutig zu formulieren: „Die Frage nach der Wahrheit kommt uns entgegen.“ Was daran liegt, dass an zentraler Stelle im Rittersaal, dem Schauplatz der Eröffnungsreden, auf einer großen Tafel das Wort „Wahrheit“ in vielen Sprachen und Schriften durchbuchstabiert wird, stets verbunden mit der englischen Vokabel „Art“, also der Kunst.

Nicht nur im Wein, von dem er gar nicht spricht, sondern vor allem in der Kunst liegt für Heinz Kasper also die Wahrheit. Darum umgeben diese zentrale Tafel auch Porträts von rund 50 Philosophen als Wegweiser für alle die, die nach dieser Erkenntnis suchen. Dieses Spiel betreibt Kasper übrigens nicht nur in Deutschland: In 20 Ländern auf drei Kontinenten hat er bisher ausgestellt – und nun auch in seiner alten Heimatstadt Düren.

Vielseitiger Künstler

Im Übrigen zeigt sich Heinz Kasper auf Burgau als sehr vielseitiger Künstler, der sich nicht in der für ihn charakteristischen Verbindung von Farbe, Formen und Sprache erschöpft. Ganz anders und doch gleichermaßen konzeptuell sind seine mit Lichtleisten unterlegten Objektkästen - ein Medium, mit dem er sein Spiel im Vergleicht mit der flächigen Leinwand ins Dreidimensionale erweitert.

Pit Goertz, nicht nur Künstlerkollege, sondern auch Leiter von Schloss Burgau, unterfütterte seine Bemerkungen zum Lebensweg und zur Kunst von Heinz Kasper mit wissenswerten Einzelheiten zu dessen Biografie: So habe der Schüler der Pesch-Schule im Keller der heutigen Musikschule erst Bäcker und dann Elektriker gelernt, um sich später der Kunst zuzuwenden.

Kaspers Metier seien „neue und alte Weisheiten“, weshalb Goertz dann auch schlussfolgerte: „Kasper fordert uns auf, die Philosophie in unser Leben zu lassen.“ Die „Bilder und Objekte“ (so auch der Titel der Ausstellung von Heinz Kasper) sind bis zum 10. Juli auf Schloss Burgau, Düren-Niederau, Von-Aue-Straße 1, zu sehen. Die Öffnungszeiten: mittwochs bis samstags von 14 bis 18 und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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