Düren/Simmerath - Kühler Kopf in rollender Intensivstation

Kühler Kopf in rollender Intensivstation

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Im Simmerather Trainingscenter
Im Simmerather Trainingscenter des DRK sind die Simulationsmöglichkeiten sehr gut. Dr. Stefan Schröder (links) leitete dort einen Qualifizierungskurs zum Intensivtransport.

Düren/Simmerath. Gerade war der Patient noch stabil. Jetzt sinken Herzfrequenz und Blutdruck rapide. Und auch die anderen Werte, die auf dem Bildschirm Auskunft über den Zustand des Patienten geben, sind alarmierend. In der rollenden Intensivstation sind nun Fachkenntnisse, kühle Köpfe und vor allem perfekte Teamarbeit gefragt.

Während zwei Rettungsassistenten des Roten Kreuzes und ein Arzt im Intensivtransportwagen (ITW) alles tun, um die Krisensituation zu meistern, verfolgen ein Dutzend DRK-Kollegen und Mediziner des Krankenhauses Düren jede ihrer Aktionen einige Meter weiter auf einem großen Bildschirm. Denn die Szene spielt in der Simmerather Landesschule des Deutschen Roten Kreuzes, wo das DRK und das Krankenhaus Düren erstmals gemeinsam einen Qualifizierungskurs durchführten.

Patientensimulator

Sechs Tage lang drehte sich dort alles um den Transport von Intensivpatienten von einer Klinik in die andere. Dabei konnten Ärzte, Intensivpfleger und Rettungsassistenten die Möglichkeiten des notfallmedizinischen Trainingscenters nutzen, das im vergangenen Jahr in Simmerath eröffnet wurde. Zum Beispiel den modernen ITW einer Größe, die sogar eine Verlegung des Patienten im Bett erlaubt. Oder den Patientensimulator in diesem Wagen, der ferngesteuert wie ein Mensch auf medizinische Handlungen anspricht.

„Die Möglichkeiten in Simmerath sind hervorragend”, sagt Dr. Stefan Schröder, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Dürener Krankenhaus. Er habe deshalb das Angebot zur Kooperation sehr gerne angenommen. Er spricht von einer für beide Seiten positiven Zusammenarbeit. Dabei standen der Erfahrungsaustausch und das Voneinander-Lernen im Mittelpunkt des Qualifizierungskurses.

Neben Schröder stellte das Dürener Krankenhaus 15 weitere Referenten für den Kurs, der ein breites Repertoire intensivmedizinischer Krankheitsbilder beleuchtete und viele Übungen zur Anwendung spezieller Techniken bot. Diese Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden. Eine enge Kooperation im Bereich der Weiterbildung ist fest vereinbart.
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