Kühlenbusch: Bürger werden zum Wegebedarf befragt

Von: bugi
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Nideggen. Die Sperrung der Waldwege im Abendener Kühlenbusch ist rechtens, sie ist aber nicht unabänderlich – das ist kurz gefasst das Ergebnis einer Sondersitzung des Nideggener Bauausschusses am Montag.

In einer Bürgerversammlung will die Stadt nun klären, wie groß das Interesse der Bürger an einer teilweisen Rücknahme der Sperrungen tatsächlich ist.

Vor allem in den sozialen Medien hatte die Sperrung einzelner Wege und Pfade im Kühlenbusch für große Empörung gesorgt. Kritik gab es im Ausschuss auch an der wenig transparenten Herangehensweise, die zur Sperrung geführt hatte – die Öffentlichkeit wurde nicht beteiligt. Auch nicht von der Stadt Nideggen, die 2014 in die geplante Änderung eingebunden war, wie der parteilose Bürgermeister Marco Schmunkamp für seine Verwaltung eingestehen musste. Klar wurde in der Sitzung aber auch, dass der neue Eigentümer am Kühlenbusch in Absprache mit den zuständigen Behörden nur das umgesetzt hat, was im betreffenden Landschaftsplan für diesen Bereich längst geregelt ist: Abseits gekennzeichneter Wege darf dieses Gebiet nicht betreten werden, um Fauna und Flora zu schützen.

Ralf Kreischer von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises: „Die offiziellen Wege sind in diesem Fall die Wanderwege des Eifelvereins. Dieses Verbot gilt seit zehn Jahren.“ Nimmt also der Eifelverein einen Weg aus dem Wegekonzept heraus, darf er danach nicht mehr betreten werden. Genau das ist 2011 bei dem Serpentinenweg ab dem Haus Schoeller geschehen.

Der Eifelverein sah sich nicht mehr in der Lage, die Sicherheit auf dem teils steilen Weg zu gewährleisten, wie Wegewart Ulrich Laube erklärte. „Das waren aber keine Hauptwanderwege. Zudem sind zwei Rundwanderwege noch offen“, so Laube weiter. Hier wurden jedoch zwei Abkürzungen gesperrt, die offenbar bei Senioren aus Abenden sehr beliebt gewesen sein sollen. Genau das soll mit der Bürgerversammlung noch vor dem Sommerferien geklärt werden. Gibt es tatsächlich einen Bedarf für die Aufhebung einzelner Sperrungen? Und wer könnte dann die Pflege der Wege übernehmen?

Wie schwierig die Problematik ist, machen zwei andere Aspekte deutlich: Kritik gibt es auch an dem Umstand, dass analog zum Nationalpark standortfremde durch heimische Bäume ersetzt werden sollen – das hat teilweise zu Rodungen geführt. Für das größte Problem zeichnet sich hingegen keine Lösung ab: Mountainbikefahrer und Kletterer, die auch mit Wegesperrungen nicht abzuhalten sind.

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