Düren - Kristina Hoxhaj krönt das schöne Konzert

Kristina Hoxhaj krönt das schöne Konzert

Von: Bruno Elberfeld
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Kristina Hoxhaj erwies sich beim Herbstkonzert der Dürener Orchestergemeinschaft als brillante Pianistin. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. Wegen sich überschneidender Termine konzertierte die Dürener Orchester Gemeinschaft (DOG) in der Aula des Stiftischen Gymnasiums, den Musikern nicht ganz unbekannt, proben sie doch donnerstags im Musiksaal der Schule.

Auf dem Programm standen Werke von Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784), Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und Carl Maria von Weber (1786-1826). Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Pianistin Kristina Hoxhaj aus Vlora in Albanien. Zurzeit ist die 20-jährige Klavierschülerin von Heribert Koch aus Langerwehe auf dem Sprung zur Musikhochschule Münster, wo sie ihre pianistische Ausbildung bei Professorin Manja Lippert fortsetzen möchte. Kristina Hoxhaj wurde für die Besucher des Herbstkonzertes zum Ohren- und Augenschmaus.

Mit natürlichem Charme, sich ihrer starken Ausstrahlung durchaus bewusst, nahm die Pianistin auf dem Klavierhocker Platz und „residierte“ dort in aller Bescheidenheit. Sie absolvierte ihren Part in Mozarts „Piano Concerto No. 18“ mit unglaublicher Leichtigkeit, hauch- te dem Auftritt mit den Damen und Herren des altehrwürdigen Orchesters, das 2007 seinen 50. Geburtstag gefeiert hatte, noch mehr Leben ein.

Unangestrengt kamen ihre Einsätze, hier und da ein Blinzeln zum Dirigenten Hans Josef Loevenich genügte, um sich in den Reigen der Instrumente einzufügen. Dass die Pianistin dann noch eine Zugabe geben musste, war vorauszusehen. Unglaublich, aber wahr: Kristina Hoxhaj spielte eine Komposition nur mit der linken Hand.

Konzertbesucher, die dies aus ihrer Sitzposition nicht hatten beobachten können, waren nur schwer davon zu überzeugen. Die Pianistin spielte eine Etüde von Scriabin, die der Komponist für Klavierspieler geschrieben hatte, die nur noch den linken Arm haben.

Eingeleitet worden war das Konzert mit „Adagio und Fuge d-Moll“ von Wilhelm Friedemann Bach, einer besinnlichen Komposition, für den Totensonntag sehr passend ausgesucht. Mit auf den Heimweg gab die Dürener Orchestergemeinschaft den begeisterten Besuchern die Sinfonie Nr. 2 von Carl Maria von Weber.

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