Kreis Düren - Krischer: „Niemand braucht ein neues Kohlekraftwerk“

Krischer: „Niemand braucht ein neues Kohlekraftwerk“

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Kreis Düren. Dass Peter Münstermann ein neues Braunkohlekraftwerk will, könnte man aus Sicht des Grünen-Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer als Träumerei eines Sozialdemokraten abhaken, der RWE-Betriebsrat war, würde RWE nicht tatsächlich in Niederaußem ein neues Kohlekraftwerk planen.

„Mit Millionenaufwand treibt RWE das Genehmigungsverfahren für ein Kraftwerk namens ‚BoAplus‘ voran“, berichtet Krischer. „Und das, obwohl Konzernchef Terium offen zugibt, schon so pleite zu sein, dass die Verpflichtungen für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Ewigkeitslasten der Braunkohle derzeit nicht bedient werden können und Untergangsszenarien angesichts einer minimalen Kohleabgabe an die Wand malt.“

Ein neues Kohlekraftwerk plane in Deutschland niemand außer RWE, ganz einfach weil niemand es brauche, ärgert sich Krischer. Er betont: „Deutschland hat riesige Überkapazitäten bei fossilen Kraftwerken. Hochmoderne flexible und klimafreundliche Gaskraftwerke wie das von Statkraft in Hürth stehen deshalb still. Deswegen müssten viel mehr von den 40 Jahre alten Braunkohleblöcken als jetzt geplant stillgelegt werden.

Alle, die in den vergangenen zehn Jahren neue Kohlekraftwerke gebaut haben, haben das mit Millionenverlusten bitter bezahlt. Stadtwerke, die sich am RWE-Kraftwerk in Hamm beteiligt haben, dessen einer Block möglicherweise als Bauruine endet, müssen Medienberichten zufolge mit dem Totalausfall ihrer Beteiligung rechnen. Das gibt es sonst nur bei Beteiligungen an dubiosen Briefkastenfirmen. All das ficht RWE nicht an, RWE plant ‚BoAplus.‘“

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