Krimikomödie „Bella Donna“: Tote Männer ergeben guten Dünger

Von: Bruno Elberfeld
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Treffen kurz vor dem Auftritt: Katerina Jacob (2.v.r.) und ihr Ensemble auf der Bühne im Haus der Stadt. Foto: bel

Düren. Bisher hatte Carmen (Katerina Jacob) mit ihren Männern so gut wie keine Probleme. Wenn sie genug von ihnen hat, werden sie aus der Welt geschafft, „kurz und schmerzlos“, mit Bella Donna.

Der Inhalt der Komödie ist schnell erzählt. Carmen hat ein gut funktionierendes Rezept für Frauen, die ihrer Männer überdrüssig sind, weil sie nicht mehr so funktionieren, wie in den ersten Tagen, Wochen und Monaten.

Lebt sie mit einem Liebhaber zwei Jahre zusammen, setzt sie Bella Donna, die Schwarze Tollkirche, ein. In hoher Dosierung verabreicht, bringt sie unweigerlich den Tod.

Ihrem derzeitigen Freund Bernie verabreicht sie an Sylvester die schwarze Kirche in einem Glas Sekt. Mit der etwas unkonventionellen Unterstützung ihres Hundes – die Gäste vernehmen nur ab und zu sein Gebell – verfrachtet sie den Körper ihres Freundes ins Gewächshaus. Zu früh taucht Tochter Sabine (Lesley Higl) auf, die die Pläne der Mutter durcheinander bringt. Sabine ist mit ihrem Freund, einem Mitglied der Jungen Union, unterwegs. Martin, Bernies Nachfolger, steht auf der Schwelle. Carmen und er kennen sich aus dem Internet. „Übereinstimmung 96 Prozent“, das müsse ja gut gehen, meint Carmen.

Carmen mixt gekonnt und mit viel Routine Liebesgetränke aus Alraune und Guarana. Ihre Gaben verwandeln Männer und Frauen in Liebestiger. Tochter Sabine erfährt, dass in acht Hochbeeten im Garten ihrer Mutter acht Männer dahinmodern. „Das gibt übrigens einen guten Dünger“, lässt Mutter Carmen ihre entsetzte Tochter wissen.

Endlose Verwirrspiele

Zum Schluss, nach endlosen Verwirrspielen, steht Freund Bernie von den Toten auf, Freund Martin entpuppt sich als Kriminalkommissar, der schon seit Jahren das Verschwinden der Männer aufzuklären versucht. Doch auch er hat Pech: Carmen bekommt ein Telefongespräch mit, das Martin alias Ulrich mit seiner Dienststelle führt.

Bella Donna beendet die drohende Gefahr. Der Kommissar wird wohl im neunten Hochbeet neuen Dünger produzieren.

Bella Donna, inszeniert von der aus Düren stammenden Ellen Schwiers, brachte die Menschen zum Lachen und Schmunzeln. Hier und da sprang der Funke zwischen Bühne und Publikum. Die Schauspieler präsentierten sich routiniert, gekonnt, da saß jede Pointe, da war jede Doppeldeutigkeit ausgearbeitet. Eine gute Leistung. Allerdings wurden viele Wortbeiträge in den letzten Reihen akustisch nicht so gut verstanden.

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