Kreuzung L495/K52 bei Oberbolheim: Acht Unfälle in drei Jahren

Von: Jörg Abels
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Seit Jahren kämpft Ortsvorsteher Günter Eulberg für eine Entschärfung der unfallträchtigen Kreuzung L495/K52, der direkten Verbindung zwischen Oberbolheim und Nörvenich - bislang vergeblich. Foto: Abels

Oberbolheim. Seit 20 Jahren ist Günter Eulberg Ortsvorsteher von Oberbolheim, mindestens ebenso lang kämpft er für eine Entschärfung der Kreuzung L495/K52, der direkten Verbindung zwischen dem 200-Seelen-Dorf und Nörvenich, die seit dem Bau der Verbrauchermärkte am Nörvenicher Ortsrand noch stärker von Fußgängern frequentiert wird.

Das angesichts der Raserei auf der Landstraße ein schwerer Unfall nur eine Frage der Zeit war, hat der SPD-Politiker immer wieder befürchtet. Ein von ihm beantragter Kreisverkehr sei in den vergangenen Jahren aber ebenso von den zuständigen Straßenbaubehörden abgelehnt worden wie die Errichtung eines Fußgängerüberwegs mit einer Bedarfsampel.

Immer wieder sei betont worden, dass die Kosten zu hoch seien, berichtet Eulberg. Der tödliche Unfall einer Fußgängerin auf der Kreuzung Anfang der Woche hat aber nicht nur dem Ortsvorsteher noch einmal schmerzlich vor Augen geführt, dass die als Kompromiss errichtete Querungshilfe in Form einer kleinen Verkehrsinsel inmitten der Landstraße die Situation nicht entschärft hat.

Problem Raserei?

„Das größte Problem ist und bleibt die Raserei auf der Landstraße”, betont auch Bürgermeister Hans Jürgen Schüller (CDU), vor allem im Berufsverkehr, aber auch bei Dunkelheit. An das Tempolimit von 70 Stundenkilometern würden sich die Wenigsten halten. „Hier muss einfach mehr kontrolliert werden”, fordert Schüller, wenn schon keine baulichen Maßnahmen ergriffen werden.

Günter Eulberg geht sogar noch einen Schritt weiter: Er erneuert seine Forderung nach einer Bedarfsampel und plädiert sogar für Tempo 50 - mit entsprechender Überwachung. „Ein Starenkasten zur Abschreckung wäre ideal.”

Vorfahrt missachtet

Mit dem tödlichen Unfall ist der Kreuzungsbereich jetzt auch bei der Polizei verstärkt in den Fokus gerückt. Auf Nachfrage bestätigte Sprecher Ralf Meurer, dass das Verkehrsdezernat nach nunmehr acht Unfällen in den vergangenen drei Jahren, davon drei im Jahr 2010, sogar von einem Unfallschwerpunkt spricht. Nach Aussage der Polizei spielten die von Eulberg und Schüller angeführten Tempoverstöße bei den Unfällen keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Es handelte sich überwiegend um Unfälle, bei denen beim Abbiegen die Vorfahrt missachtet wurde.
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