Kreuzauer Schüler spielen ein selbst geschriebenes Stück

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Die Mitglieder der Theater-AG des Kreuzauer Gymnasiums spielten das selbst geschriebene Stück „Dem Schicksal kann man kein Bein stellen“. Die Akteure durchliefen während der Aufführung Gefühle, die sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannten. Foto: Sandra Kinkel

Kreuzau. Die Theater-AG des Kreuzauer Gymnasiums hat während einer Schulveranstaltung im Dürener Haus der Stadt das selbst geschriebene Stück „Dem Schicksal kann man kein Bein stellen“ aufgeführt.

600 Besucher im ausverkauften Theater waren begeistert vom Werk und den Akteuren. Im November 2013 hatten die Kreuzauer praktisch mit einem leeren Blatt begonnen. Jetzt führten sie ein abwechslungsreiches Stück mit starken Charakteren, viel Musik, Gesang und Tanz auf. Die Besucher applaudierten am Ende ob der Spielfreude, der Textsicherheit, der Ausdruckskraft und der Körpersprache aller jungen Darsteller.

Eine der Mitwirkenden war Alischa Wergen. Sie schildert ihre Eindrücke im folgenden Text:

„Am Anfang, bevor sich der Saal im Haus der Stadt füllte, waren einige aus der Gruppe schon sehr aufgeregt. Ich natürlich auch, aber das ist ja kein Wunder. Wir haben anderthalb Jahre auf diesen einen Moment, in dem sich der Vorhang öffnet, hingearbeitet. Wir haben den Text geschrieben, geprobt und sind zu einer Supertruppe zusammengewachsen.

Nun war es also soweit: Wir saßen im Haus der Stadt, auf dieser riesigen Bühne, hinter dem geschlossenen Vorhang und warteten nur darauf, dass er endlich aufgeht. In diesem Moment merkte ich, dass es keine schlechte Nervosität war, sondern einfach der Drang danach, den Menschen da draußen unser Werk zu präsentieren und sie in unseren Bann zu ziehen.

Als der Vorhang dann endlich aufging und wir die ganzen Menschen sehen konnten, da stieg diese gute Nervosität nochmals an. Man brauchte ein paar Sätze, um sich ,warmzuspielen‘, doch nach dem ersten Lacher war die ganze Angst wie weggeblasen. Es war ein ,magischer Moment‘.

Dieser Moment war wie eine Grenze zwischen Publikum und Schauspielern, die überschritten werden musste. Das Eis war gebrochen und die Zuschauer ließen sich voll und ganz auf das Stück und die Handlung ein. Man konnte sich einfach frei spielen und fallenlassen und wurde vom Publikum getragen.

Das Publikum umfasste alle Altersklassen, doch niemand schien, obwohl es ein Jugendstück war, gelangweilt zu sein. Durch Musik und Tanzeinlagen wurde das Publikum mitgerissen und versank noch tiefer in der Geschichte, die das Ensemble ihm erzählte. Die Zuschauer erhielten das Gefühl, ein Teil der Welt der fünf Freundinnen und ihren Erlebnissen zu sein. Dank eines wunderschönen Bühnenbildes wurde die ganze Sache noch einmal abgerundet. Das Stück lief reibungslos ab und zog alles und jeden in seinen Bann.

Ich kann das Gefühl und diese unfassbare Atmosphäre schlecht in Worte fassen. Wenn man wissen möchte, wie es sich anfühlt, muss man so etwas Fantastisches einfach einmal erlebt haben.

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