Kreuzauer Rat stimmt über neue Siedlungsflächen ab

Von: asw
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Kreuzau. Während der Sitzung des Rates der Gemeinde Kreuzau am Dienstagabend im großen Sitzungsaal des Rathauses haben die 34 Ratsmitglieder über die vier Siedlungsbereiche der Gemeinde – Winden, Stockheim, Drove und Kreuzau – abgestimmt, die die Gemeinde beibehalten will.

Außerdem sollen diese Siedlungsbereiche im neuen Regionalplan als Erweiterungsflächen fortgeschrieben werden.

Dezidiert erfolgten die Abstimmungen über die diversen Flächen in den vier Orten. Beispiele: 29 Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen und eine Enthaltung gaben die Ratsmitglieder über eine Erweiterungsfläche an der Marienstraße in Stockheim ab. Ein einstimmiges Votum gab es für die bestehende Reservefläche zwischen Andreasstraße, Kreuzauer Straße, „Auf der Heide“ und „An der Tränke“ sowie für eine potenzielle Einzelhandelsfläche. Astrid Hohn von den Grünen sagte vor der Abstimmung: „Wir bleiben bei unserer Haltung, so wenig Fläche wie möglich zu versiegeln. Naturflächen sind wichtig und schützenswert.“

Für Kreuzau gab es bezüglich der Fläche, wo das „Rote Haus“ in Friedenau steht, keine Einstimmigkeit. 30 Rastmitglieder sprachen sich für eine Erweiterungsfläche aus und vier Mitglieder dagegen. „Wir wollen das Gebiet dort weiterhin schützen. Es ist schließlich eine Ausgleichsfläche“, betonte Hohn. Bürgermeister Ingo Eßer (CDU) sagte daraufhin: „Mit den Abstimmungen ist noch nichts entschieden. Es sollen keine falschen Hoffnungen geweckt werden.“

Der Grund: Mit den thematisierten Flächen wird die Verwaltung nun in die Gespräche mit der Bezirksregierung gehen, die letztlich zusagt oder verwehrt. „Es ist sicher, dass längst nicht alle Flächen genehmigt werden, die wir vorschlagen,“ erklärte Siegfried Schmühl, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. „Aber aus taktischen Gründen ist es besser, mehrere Vorschläge zu haben, als zu wenige, denn tendenziell werden welche von der Bezirksregierung gestrichen.“

Fraktionen beraten

Des Weiteren haben die Ratsmitglieder mit 31 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung darüber abgestimmt, dass das ausführliche und mehrere Seiten umfassende Zahlenwerk über die Zuschüsse an die Vereine und die Verbände in der Gemeinde zur Beratung in die Fraktionen geht.

Zu Beginn der Sitzung machten Verwaltungsmitarbeiter die Mitteilung, dass der Bau der zwei Klärgasreaktoren der Niederauer Mühle weitergeht. Die Bezirksregierung Köln hat den vor-übergehenden Baustopp bereits aufgehoben. „Auch an dem Standort, wo die Arbeiten begonnen haben, geht es nun weiter“, sagte Schmühl auf Anfrage unserer Zeitung.

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