Kreuzauer Rat stimmt für Offenlegung der Pläne zum Windräderbau

Von: asw
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Die Bundesnetzagentur hat eine Kapazität von 1000 Megawatt ausgeschrieben. Symbolfoto: Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Kreuzau/Thum. Die 34 Mitglieder des Kreuzauer Rates haben am Dienstagabend im großen Sitzungssaal des Kreuzauer Rathauses mit 30 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung darüber abgestimmt, dass der neue Bebauungsplan der „Windenergieanlagen Lausbusch“ in Thum, an der Grenze zur Stadt Nideggen, offengelegt und eine Öffentlichkeitsbeteilung von Bürgern und Fachbehörden stattfinden kann.

Zum neuen Bebauungsplan gehören auch diverse Gutachten, die eingesehen werden können. Inzwischen will nur noch einer der drei Investoren, nämlich die Firma REA, die Windräder in Thum bauen. Ursprünglich waren noch die Unternehmen Juwi und Energiekontor mit dabei. Die Firma Juwi wollte einst zwei Windräder beisteuern, konnte sich aber mit REA darauf einigen, dass letzteres Unternehmen die zwei Anlagen übernimmt und schließlich insgesamt fünf Stück bauen wird.

Der Grund für den Ausstieg von Juwi und Energiekontor: „ Die Investoren mussten Ausgleichsflächen benennen und die befanden sich damals auf fremden Grundstücken. Bis Oktober 2016 konnte das nicht geklärt werden, weshalb Juwi und Energiekontor kein Interesse mehr an den Windenergieanlagen hatten“, erklärte Siegfried Schmühl, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Kreuzau, auf Nachfrage unserer Zeitung.

An der Höhe der Anlagen, maximal 175 Meter, ursprünglich 200 Meter, hat sich nichts geändert. In zwei Fällen ändert sich aber der Windrad-Typ (Nabenhöhe von 119 Meter auf 100 Meter und Rotordurchmesser von 112 Meter auf 130 Meter). „Das sind die zwei Anlagen, die ursprünglich Juwi bauen wollte und nun von der Firma REA kommen“, sagte Schmühl. Fest steht, dass die zugelassene Höhe von 175 Meter nicht überschritten wird – egal, ob sich Nabenhöhe oder Rotordurchmesser verändern. Doch wegen dieser Veränderungen müssen nun Schall- und Schattenwurfgutachten geändert und auch andere Ausgleichsflächen gefunden werden.

Ebenfalls ist in der Sitzungsvorlage die Rede von einer „geringfügigen Verschiebung“. Betroffen sind zwei Standorte. David Gottstein, zuständig für die Bauleitplanung und Wirtschaftsförderung in der Gemeinde Kreuzau, erklärte, dass damit „circa 15 Meter und circa fünf Meter“ gemeint seien. Dabei handelt es sich um Berechnungen, die von der Firma REA stammen. „Da sich der Anlagentyp geändert hat, haben sich auch die Standorte verändert“, ergänzte Gottstein.

Der Bau der Windenergieanlagen hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Proteste von Bürgern aus Nideggen gesorgt. Auch die dortige Verwaltung ist nach wie vor gegen den Bau der Anlagen und hat sich dazu juristischen Beistand geholt.

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