Kreuzauer Pädagogen streiken

Von: sps
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Gleiches Geld für gleiche Arbeit: Das fordern die angestellten Lehrer. In Kreuzau haben sie dafür gestern zwei Stunden gestreikt. Foto: Schröder

Kreuzau. Sie kämpfen engagiert. Aber sie kämpfen einsam. Vergeblich warteten am Dienstag angestellte Lehrerinnen und Lehrer der Hauptschule Kreuzau auf Eltern oder Schüler, die sie nach ihren Gründen für einen zweistündigen Streik und ihre Teilnahme an der Demonstration der Landesbediensteten in Düsseldorf fragten.

Dennoch lassen sich die Pädagogen nicht von ihrem Ziel abbringen: „Gleiches Geld für gleiche Arbeit”, lautet ihre Forderung.

Gegenüber beamteten Lehrern - und das sind die weitaus meisten - fühlen sich die Pädagogen im Angestelltenverhältnis zurückgesetzt. Deshalb fordern sie in der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit dem Land nicht nur die achtprozentige Gehaltserhöhung. In der Hauptschule Kreuzau sind fünf von 14 Lehrkräften Angestellte, in der Realschule im gleichen Gebäude sind es sieben von 33.

„Wir haben die gleiche Ausbildung, machen den gleichen Unterricht und können deshalb nicht einsehen, warum wir schlechter dastehen sollen”, klagen Uwe Turkewicz und seine Mitstreiter.

Mit Akribie haben sie aufgelistet, wie sich die finanzielle Schere zwischen Beamten und Angestellten öffnet. Je nach Steuerklasse, Alter und Familienstand wurden Differenzen zwischen 227 und 863 Euro monatlich errechnet. Hochgerechnet auf die Lebenseinkommen kommen zum Teil sechsstellige Beträge heraus.

Nicht gut zu sprechen sind die angestellten Lehrer auf das Land NRW. „Zunächst gab es die Lehrerschwemme. Da mussten die Lehrer Taxi fahren. Und als sie gebraucht wurden, waren sie älter als 35 und wurden deshalb nicht mehr verbeamtet. Also hat uns das Land zweimal bestraft”, klagen die angestellten Pädagogen.

Die Regelung, nur noch bis zum 35. Lebensjahr Lehrer in den Beamtenstatus zu übernehmen, wird nur noch in Nordrhein-Westfalen praktiziert.
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