Kreuzau wächst ein kleines Stückchen näher an Üdingen

Von: smb
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Der dritte Anlauf gelingt: Am Ortsrand von Kreuzau dürfen nun doch zwei Häuser gebaut werden. Foto: smb

Kreuzau. Der Zentralort der Gemeinde wächst – wenn auch nur ein bisschen. Und ebenso wie das Neubaugebiet in Schneidhausen stößt auch dieses Projekt am anderen Ende des Dorfes auf geteilte Meinungen.

In diesem Fall geht es darum, dass ein Antragsteller am Üdinger Weg zwei Einfamilienhäuser für kinderreiche und sozialschwache Familien errichten möchte. Die Zuteilung zum Einzug soll über einen Wohnberechtigungsschein des Kreises Düren erfolgen. Auch in den vorgelagerten Häusern 87, 89, 91 und 93 wohnen nach Angaben des Investors bereits kinderreiche Familien und Menschen mit Behinderung.

Für dieses Bauvorhaben ist jedoch eine Erweiterung der Innenbereichssatzung erforderlich. Zwei fast gleichlautende Anträge waren bereits 2006 und 2013 von der Mehrheit im Gemeinderat abgelehnt worden. Nun erfolgte also Versuch Nummer drei. Und diesmal hat der Rat der dem Vorhaben zugestimmt. „Wir brauchen unbedingt mehr sozialen Wohnungsbau“, unterstrich Astrid Hohn (Die Grünen) das „Ja“ ihrer Fraktion zu den Plänen.

Mit diesen Objekten sei die Aufgabe aber noch nicht erfüllt. Weiterer bezahlbarer Wohnraum in Kreuzau müsse in naher Zukunft entstehen. Das sagte Astrid Hohn auch mit Blick auf die Flüchtlinge, die nach ihrer Anerkennung auf der Suche nach günstigem Wohnraum seien, nun aber oftmals in die Obdachlosigkeit abrutschen würden, könnten sie nicht weiter in den Unterkünften der Gemeinde leben. Auch die SPD votierte für das Projekt.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Antrag auf die Erweiterung der Innenbereichssatzung abzulehnen, da die bisherigen Abgrenzungen städtebaulich sinnvoll und eindeutig seien, zumal das Grundstück an ein Biotop grenze. Dieser Beschlussvorschlag wurde mit 22 Nein-Stimmen abgelehnt. In der CDU gab es keine einheitliche Meinung zu diesen Plänen.

Der darauffolgende Beschluss, die Änderung der Innenbereichssatzung an beiden Seiten der Straße, wurde dann bei zwei Enthaltungen von allen Fraktionen mitgetragen. Anfallende Kosten, zum Beispiel für die Erschließung, muss der Antragsteller übernehmen. Ein entsprechender Vertrag wird geschlossen. Die Gemeindeverwaltung kann nun die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung einleiten.

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