Kreuzau - Kreuzau: Masterplan ohne Kredite, Hebesätze anpassen

Kreuzau: Masterplan ohne Kredite, Hebesätze anpassen

Von: cro
Letzte Aktualisierung:

Kreuzau. Bürgermeister Ingo Eßer spricht von einem „höchst unbefriedigendem“ Ergebnis, wenn er auf die vorläufige Haushaltsplanung für das Jahr 2018 schaut: Diese weist ein Minus von rund 4,2 Millionen Euro auf.

 Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Verschlechterung von rund 550.000 Euro. Ein ausgeglichener Haushalt ist mit Blick auf den Fehlbedarf etwas anderes – spätestens ab dem Haushaltsjahr 2021 muss dies jedoch im Zuge des Haushaltssicherungskonzeptes zwingend der Fall sein.

Dass Kommunen in den kommenden Wochen einen Haushalt im Minusbereich absegnen müssen, ist weder im Kreis Düren noch im Land Nordrhein-Westfalen eine Seltenheit.

Doch Bürgermeister Eßer machte in seiner Rede vor dem Gemeinderat am Mittwochabend deutlich, dass eine Prognose ihm besonders schmerzt: Die Schlüsselzuweisungen für das kommende Jahr würden nach vorläufigen Simulationsrechnungen zwar von 1,2 auf 2,5 Millionen Euro steigen, jedoch waren laut vorherigen Rechnungen rund 3,6 Millionen Euro an Zuweisungen prognostiziert – also muss mit gut einer Million Euro weniger geplant werden.

Der Fehlbedarf für 2018 von 4,2 Millionen Euro wird aus Allgemeinen Rücklage gedeckt und verringert das Eigenkapital der Gemeinde. Das wird zum 1. Januar 2018 rund 15 Millionen Euro betragen; im Januar 2009 waren es noch rund 40 Millionen.

Halbe Million für Masterplan

Das meiste Geld für Investitionen wird 2018 in den Masterplan fließen: rund 575.000 Euro. „Alle Maßnahmen kommen ohne neue Kredite aus“, betonte Eßer. „Wir müssen auch bei den übrigen erforderlichen Investitionen keine Maßnahme zurückstellen.“

Einfluss auf die Bürger haben Veränderungen bei den Hebesätzen der Grundsteuern A und B. Bei allen Realsteuerhebesätzen (A, B und Gewerbesteuer) liegt die Gemeinde Kreuzau mitunter weit unter dem Kreis-Durchschnitt.

Dem Plan, den der Bürgermeister für das Jahr 2018 vorlegte, lagen noch die Zahlen vor, die im Haushaltssicherungskonzept bislang Praxis waren: Alle zwei Jahre sollte die Gewerbesteuer um 15 Prozentpunkte erhöht werden (bislang 464), sowie um 20 Prozent die Grundsteuern A und B (bislang 319 und 469). Um 20 Prozent höhere Grundsteuer B-Einnahmen würden 120.000 Euro mehr in die Gemeindekasse spülen. Laut Eßer sei diese Anpassung „so nicht ausreichend“.

In der Ratssitzung am 13. Dezember – eine Sitzungsvorlage wird in den nächsten Tagen erstellt – soll über eine Anpassung diskutiert werden. Eßer: „Vonseiten der Verwaltung lassen wir ganz bewusst die Entscheidung zur Festlegung der neuen Steuersätze der Höhe nach offen.“

Eine Chance für die finanzielle Lage der Gemeinde sieht Eßer in der Kreis- und Jugendamtsumlage, die sich um circa 700.000 Euro verbessern könnte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert