Düren - Kreissportbund Düren: Wie Ballgefühl und Benehmen besser werden

Kreissportbund Düren: Wie Ballgefühl und Benehmen besser werden

Von: cro
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Technik, Koordination, soziales Verhalten: Fabian Jopek (rechts) und Axel Hoffmann (hinten links) wollen die Teilnehmer des Fußballcamps einen oder mehrere Schritte nach vorne bringen. Foto: Rose

Düren. Bei der Frage, wer neuer Deutscher Fußballmeister wird, sind sich die Jungs nicht einig. Ob Borussia Dortmund, Bayern München oder Borussia Mönchengladbach – die einen grölen ja, die anderen entgegen lautstark ihre Verachtung für die anderen Vereine.

Glaubt man den Betreuern des Fußballcamps, das der Kreissportbund Düren ausrichtet, verstehen sich die Kinder und Jugendlichen abgesehen von der Fan-Frage blendend, obwohl sie sich gerade erst kennengelernt haben. „Es ist schön, wie sich die Kids binnen einer Woche entwickeln. Nicht nur sportlich, sondern insbesondere vom Benehmen her, vom Sozialen“, sagt Fabian Jopek, 26, einer der Trainer. Ziel erreicht.

Denn mit dem einwöchigen siebten Fußballcamp „Rote Karte für die Ersatzbank“, das heute auf dem Sportplatz der Kaufmännischen Schulen endet, will der Kreissportbund den Nachwuchs, der sportlich oder anderweitig im Verein die zweite oder dritte Geige spielt, auf mehreren Ebenen fördern. Ein Beispiel dafür, dass dieses Anliegen erreicht wird, ist der 15-jährige Axel Hoffmann aus Derichsweiler. Er trainiert nicht mehr mit, weil er zu alt für das Feld der Acht- bis 13-Jährigen ist.

Hoffmann betreut die Kids zum zweiten Mal. „Ich habe selbst jedes Camp mitgemacht und war traurig, als ich dann nicht mehr durfte. Deswegen bin ich Betreuer. Es ist unbeschreiblich zu sehen, wie sich die Jungs entwickeln“, sagt der Spieler von Borussia Derichsweiler, der auch gerne von seinen positiven Erfahrungen erzählt. „In den Jahren habe ich viel Selbstvertrauen aufgebaut, das hat mir gut getan. Wenn man sich hier anmeldet, kann man nichts falsch machen.“

Jeder Tag hat von 9 bis 16 Uhr seinen festen Plan. Integriert sind neben Technik- und Koordinationstraining auch andere gemeinschaftliche Sportspiele und Ernährungsberatung. 21 Kids haben teilgenommen, 70 Prozent davon Neulinge. Erstmalig haben zwei Flüchtlinge (Aspekt Integration) und zudem vier Förderschüler (Inklusion) mitgemacht. Möglich sei das Camp in der Form nur Dank zwei Großsponsoren, sagt Kreissportbund-Geschäftsführer Wolfgang Schmitz, der auf eine achte Auflage hofft.

Axel Hoffmann hat den Trainerschein im Blick, sein Beitrag, das Camp zu erhalten.

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