Kreisfischerverein: Rund 86.000 Lachsbrütlinge ausgesetzt

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Langjährige Vereinsmitglieder wurden auf der Jahreshauptversammlung des Kreisfischereivereines ausgezeichnet.

Kreis Düren. Bei der Jahreshauptversammlung des Kreisfischereivereins, die am Freitag in der Festhalle in Birkesdorf stattfand, wurden sechs Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Eduard Sakowski und Andreas Staak sind 25 Jahre im Verein. Mathias Heidbüchel, Georg Mosko und Helmut Poschen durften ihr 40-jähriges Jubiläum feiern.

Der 1. Vorsitzende, Hermann Josef Koch, und sein Vize Karl Heinz Dohmen gratulierten den Jubilaren und überreichten Urkunden, Anstecknadeln sowie kleine Präsente.

Der Höhepunkt der Ehrungen war jedoch die 50-jährige Vereinszugehörigkeit des ältesten Mitgliedes im Kreisfischereiverein Düren. Max Powileit aus Düren-Rölsdorf wurde 1964 in den Verein aufgenommen. Er ist seit langem schon Ehrenmitglied und sieht im Mai seinem 93. Geburtstag entgegen. Auch er erhielt die goldene Ehrennadel des Vereins, eine Urkunde sowie ein Präsent, das zu seiner Gesundheit beitragen soll.

Dass diese Vereinstreue längst nicht mehr selbstverständlich ist, stellte der 1. Vorsitzende Hermann Josef Koch im Bezug auf die hohe Mitgliederfluktuation und den in den vergangenen drei Jahren zunehmenden Mitgliederschwund fest. Neben den Ehrungen wurde mit Hartmut Kramp, Wolfgang Irnich und Peter Weber drei verstorbener Mitglieder gedacht.

Das Ausscheiden von 29 Mitgliedern konnte mit 14 Bewerbern, die als neue Mitglieder in den KFV Düren aufgenommen wurden, nicht kompensiert werden. Der 1. Vorsitzende wies wiederum darauf hin, dass auch der Kreisfischereiverein der neuen schnelllebigen, aber auch beruflich und sozial unsicheren Zeit, Rechnung tragen müsse. Der Mitgliederstand von knapp 350 aus dem Jahr 2011 ist nun auf 307 gesunken.

Dadurch sei es unumgänglich, den Mitgliederbeitrag ab 2015 um 30 Euro zu erhöhen. Um aber die Aufnahme attraktiver zu gestalten, wurde die Aufnahmegebühr von 230 auf 150 gesenkt.

Der Kreisfischereiverein sucht noch Mitglieder, die sich besonders für die „edle Kunst des Fliegenfischens“ interessieren und eine wunderschöne Rurstrecke von 16 Kilometern Länge befischen möchten.

Die Jugendgruppe des Vereins konnte durch Neuzugänge ihren Mitgliederstand von 37 Jugendlichen halten.

Bei den Kontrollgängen der amtlich bestellten Fischereiaufseher (Vereinsmitglieder) erfolgten 23 Verwarnungen und zwei Anzeigen bei der Polizei, die auch Gerichtsverfahren wegen Fischwilderei nach sich zogen. Hier beklagt der Verein eine Zunahme dieser Vergehen, die aber mit ehrenamtlichen Mitgliedern nicht in den Griff zu bekommen seien.

Enorme Schädigung

Doch die Schädigung ist enorm, da der Verein alleine für die Rurstrecke knapp 60.000 Euro in Pacht und Fischbesatz investiere. Während sich die Mitglieder bei der Entnahme von Fischen an die gesetzlichen Bestimmungen und die selbst auferlegten Fangbeschränkungen halten würden, hätten Schwarzangler keine Skrupel.

Auch die bei Arbeitseinsätzen durchgeführten Reinigungsaktionen entlang der Rur in Düren und Kreuzau waren mehr als erfolgreich, da jeweils zwei Anhänger voll Unrat entsorgt wurden.

Erfreut war man darüber, dass auch in diesem Jahr wieder 7000 Lachseier von eigenen Rückkehrern im Bruthaus des Vereins in Obermaubach liegen. Die Lachseltern wurden in der Kontrollstation in Roermond gefangen und in einer Zuchtanstalt in den belgischen Ardennen bis zum Augenpunktstadium herangezogen.

Hinzu kommen noch 100.000 Lachseier aus Frankreich, die der Vorsitzende und Gewässerwart Hermy Hermanns Ende Januar im Zentralmassiv Frankreichs in der großen Lachszuchtanstalt am Allier abgeholt hatten.

Das Engagement im Wiedereinbürgerungsprogramm des Lachses an der Rur, das der Kreisfischereiverein seit Mitte der 1990er Jahre betreibt, bedeute aber auch, dass man weiter an den negativen Punkten arbeiten müsse.

Gewässerwart Hermy Hermanns berichtete auch über die Erfolge im vereinseigenen Bruthaus. Dank der Arbeit der ehrenamtlichen Helfer und der guten Zusammenarbeit mit einer Fischzucht konnten wieder rund 86.000 Lachsbrütlinge in der Rur und einigen Nebenflüssen ausgesetzt werden. Neben den Lachsen wurden aber auch 180.000 Bachforellen-Brütlinge vom Wehebachstamm ausgesetzt.

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