Kreisbauernschaft kämpft gegen Containerterminal

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Walter Weinberger und Landrat Wolfgang Spelthahn (Kreis Düren), Susanne Lock (Vertreterin der Landwirtschaftskammer), Erich Gussen (Kreisbauernvorsitzender), Josef Wirtz (MdL)

Kreis Düren. Zum vierten Arbeitsgespräch luden Landrat Wolfgang Spelthahn und der Kreisbauernvorsitzende Erich Gussen alle Landwirte des Kreises ein. In der Aula der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer stellte Gussen die Problematik des Flächenverbrauches in den Vordergrund.

Mit Kritik an den Planungen zur Ansiedlung eines Containerterminals und hiermit verbundener Flächeninanspruchnahme sparte er nicht. Gussen erneuerte die Forderung nach einer dringend notwendigen Umgestaltung beim Umgang mit Eingriffs- und Ausgleichsmaßnahmen.

Der Landrat wurde gebeten, einen Überblick zum aktuellen Planungsstand der derzeit in Aufstellung befindlichen Landschaftspläne zu geben, den Standpunkt der Kreisverwaltung zu den Flächenbegehrlichkeiten der an den Restsee Inden angrenzenden Kommunen zu erläutern sowie darzulegen, wie die Verwaltung zukünftig mit den Änderungen im Baugesetzbuch zur gewerblichen Tierhaltung umgehen werde. Zentraler Standpunkt der Landwirtschaft sei, dass es entscheidend sei, wie die Gesellschaft mit dem zunehmenden Flächenverbrauch umgehen werde.

Zu den Planungen zur Ansiedlung eines Containerterminals im Bereich Arnoldsweiler verwies der Landrat auf die Zuständigkeit der Stadt Düren falle, der die alleinige Planungshoheit obliege. Er sei der Auffassung, dass die von einem Gutachter thematisierte Flächeninanspruchnahme von rund 150 Hektar noch deutlich nach unten korrigiert werden könne.

Zum Thema Flächenverbrauch bezog Spelthahn eindeutig Stellung. Der Kreis habe sich mit einem Schreiben an die Staatskanzlei gewandt, um eine Ausweisung von Schutzflächen für die Landwirtschaft zu fordern. Der Landrat hob hervor, dass er zunehmend den Eindruck gewinne, dass gerade bei der Umsetzung von Baumaßnahmen und der damit verbundenen zusätzlichen Flächeninanspruchnahme durch Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen der Artenschutz zwischenzeitlich höher bewertet werde als das Schutzgut Mensch.

Kritik übte der Landrat an den Plänen zur Errichtung des geplanten Pumpspeicherkraftwerkes in Simmerath. Hier stehe der erwartete Nutzen in keinem Verhältnis zu den erheblichen Auswirkungen – gerade auch im Hinblick auf die geplante Flächeninanspruchnahme.

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