Kreis-FDP lehnt das Pumspeicherwerk ab

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Das Einlaufbauwerk für das Pumspeicherkraftwerk Rursee soll im Bereich des Schilsbachtales gebaut werden. Fotomontage: Trianel

Kreis Düren. Auch die FDP im Kreis Düren spricht sich gegen den vom Stadtwerkeverbund Trianel geplanten Bau eines Pumpspeicherwerkes am Rursee aus. „Der Rursee ist eine Oase der Natur und das Herzstück der Nordeifel. Eingebettet im Nationalpark, ist er der Lebensraum von Tausenden Menschen, Tieren und Pflanzen.

Dieser Schutzraum wurde mit viel Fleiß zum touristischen Fremdenverkehr ausgebaut. Millionenbeträge von Land und Bund wurden investiert“, betonen der FDP-Kreisvorsitzende Egbert Braks und Bernd Droege von der FDP der Stadt Heimbach. „Die Lebensschlagader darf nicht wirtschaftlichen Interessen geopfert werden“, fordern die Liberalen.

Die negativen Auswirkungen eines Pumpspeicherwerks auf Natur, Landschaft und lokale Wirtschaft, insbesondere den Tourismus seien nicht absehbar. Schon die Bauphase von sechs bis acht Jahren würde den Fremdenverkehr zum Erliegen bringen, befürchtet die FDP.

Und der Einsatz von Erdkabeln im Hochspannungsbereich sei bisher weitgehend unerprobt. Für die FDP bestehen erhebliche Systemsicherheitsbedenken. Die Wirtschaftlichkeit des gesamten Pumspeicherwerks werde von Fachleuten angezweifelt.

Auch Trianel selber könne nicht ausschließen, dass Wassertrübungen oder für den Wassersport gefährliche Strömungen entstehen. Zudem befürchten die Liberalen, dass sich mit dem bis zu zwei Meter schwankenden Wasserpegel ein Schlammkranz um den Rursee bilden werde, der das Ende des sanften Tourismus in der Region bedeuten würde. Die Nordeifel soll ein Naherholungsgebiet für alle Bürger des Großraums Köln-Bonn-Aachen bleiben, fordern die Liberalen.

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