Kreis-Düren-Tag führt 2000 Menschen nach Duisburg

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2000 Menschen aus dem Kreis Düren besuchten am Samstag Duisburg. Landrat Wolfgang Spelthahn (links) und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link winkten - wie die Gäste auch – dem Fotografen entgegen.

Kreis Düren. „So viele Gäste in einer Gruppe – das gab es hier noch nie“, staunte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. „Erst konnte ich es gar nicht glauben, doch jetzt sehe ich: Das ist eine tolle Idee!“ Im Rahmen der 11. Kreis Düren-Tage reisten am Freitag und Samstag insgesamt 2000 Menschen mit einem 450 Meter langen Sonderzug der Rurtalbahn in die Ruhrgebietsmetropole.

Das Programm lautet: Neuland erkunden. „Wer Duisburg hört, hat Bilder im Kopf, die meistens nicht zutreffen. Schön, dass Sie sich heute Ihr eigenes Bild von der Stadt an Rhein und Ruhr machen können“, sagte der Oberbürgermeister, als er am Samstagvormittag die Gäste von der Rur gemeinsam mit Landrat Wolfgang Spelthahn, dem Schirmherrn der Tagesausflüge, auf dem Bahnhofsvorplatz begrüßte.

Die Fahrkarten waren wieder begehrt, die Lostrommel prall gefüllt. „Und sehr erfreulich war auch die Resonanz auf unserer neuen Facebook-Seite“, freute sich Landrat Wolfgang Spelthahn.

Kein Alltagsgrau

Schmuddeliger Kohlenpott? Duisburgs Stadtführer konnten nicht mit Alltagsgrau aufwarten. An den beiden schönen Frühlingstagen zeigten sie ihren Gästen während der Bustouren und Rundgänge eine pulsierende Stadt mit uralten Wurzeln, vielfältiger Kultur und reichlich Natur. Touristische Glanzlichter sind unter anderem der Zoo und der Binnenhafen, der der größte Europas ist.

So leidvoll der Wikinger-Überfall von 883 auf die Kaiserpfalz auch gewesen sein mag, er brachte Duisburg die erste urkundliche Erwähnung ein, wie Stadtführer Christoph Fischer erzählte. Mit dem mittelalterlichen Erbe ging man nach dem Zweiten Weltkrieg freilich recht sorglos um. „In den 1950er Jahren wurden rund 180 Meter Stadtmauer einfach abgerissen.“ Sie war halt im Weg.

„Unglaublich, was die Stadtplaner bis in die 1970er Jahre hier angerichtet haben. Da wurde vieles einfach weggefräst“, berichtete auch OB Sören Link, als er vor dem Rathaus auf dem Weg ins Büro zufällig auf die Gruppe stieß. Für einige Minuten übernahm das Stadtoberhaupt die Regie. „Hier können Sie keinen Spaten in die Erde rammen, ohne dass die Archäologen danebenstehen“, beschrieb er Duisburg als historisches Pflaster. Und als Bierstadt: „Trinken Sie ein Bier auf uns – bezahlen müssen Sie allerdings selbst, denn die Stadt ist pleite.“

Zufriedene Stimmen

Reisen bildet, erste Eindrücke wurden auf der Rückfahrt ausgetauscht: Arnold Zumkier und Peter Moritz aus Ellen waren erstaunt, wie groß und grün Duisburg ist: „Das riesige Wedau-Stadion war wirklich beeindruckend.“ Louise Cousin aus Gey war mit ihrer Bridge-Runde unterwegs: „Die Bustour war sehr informativ. Schön, dass das ehemalige Hüttengelände heute ein Landschaftspark ist; da hat sich die Stadt gut eingesetzt.“ Mit Duisburg, da waren sich die vier einig, sind sie noch nicht fertig. „Die Stadt hat für viele etwas zu bieten.“

Ursula Pelzer aus Jülich war vom Grün der Stadt und den kompetenten Führern beeindruck. „Leider war die Zeit zu schnell vorbei, da ist demnächst ein zweiter Besuch fällig.“ Auch Familie Krafft aus Heimbach hat Duisburg nun auf dem Radar und freut sich auf ein Wiedersehen.

Monika und Ulrich Schnock aus Kreuzau waren mit ihren Enkelinnen Alina und Kira im Zoo und vor allem von der Delphin-Schau begeistert. Für Wolfgang Dahlmanns aus Merken war der von der Rurtalbahn gesponserte Tag einer mit Nachwirkung: „Ja, Duisburg ist ganz anders, als ich mir das vorgestellt habe.“

Immer wieder gelobt wurde auch die reibungslose Organisation der Fahrt, an der die Auszubildenden der Kreisverwaltung in ihrer Freizeit großen Anteil hatten. Nur einen Zwischenfall gab es am Samstag, geeignet, Weltbilder ins Wanken zu bringen: Die Rurtalbahn fuhr fast eine halbe Stunde vor der Zeit im Hauptbahnhof ein...

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